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Erkelenz
Lösungsorientiert das Personal vertreten

Erkelenz: Lösungsorientiert das Personal vertreten
Manfred Schmitz (r.) ist gestern nach 38 Jahren als Personalratsvorsitzender bei der Stadt Erkelenz von Bürgermeister Peter Jansen verabschiedet worden. Nachfolger ist Volker Spanier (Mitte). FOTO: Jürgen Laaser
Erkelenz. 38 Jahre war Manfred Schmitz als Personalratsvorsitzender bei der Stadt Erkelenz, für die er bis zu seinem Ruhestand insgesamt 48 Jahre arbeitete. Von Andreas Speen

Neun von zehn heutigen Mitarbeitern der Stadt Erkelenz haben ihn bereits während ihres Einstellungsverfahrens kennengelernt: Manfred Schmitz. Die restlichen danach. 38 Jahre lang hatte Schmitz den Vorsitz des Personalrates inne, gestern wurde er mit knapp 66 Jahren im Rathaus in seinen Ruhestand verabschiedet. Nachfolger ist Volker Spanier, der bisher im Personalamt der Stadt Erkelenz tätig war.

Schmitz sei jemand, der im Hintergrund organisiere, sagte Bürgermeister Peter Jansen bei dessen Abschied. Dabei sei er stets lösungsorientiert und in den Personalversammlungen ein Mann prägnanter Ansprachen gewesen. "38 Jahre Vorsitzender eines Personalrats zu sein, ist fast nicht zu toppen", befand Jansen und betonte in diesem Zusammenhang Schmitz' Denken darüber, was Arbeit sein sollte: "Es ist immer seine Idee gewesen, dass die Zusammenarbeit in der Verwaltung und für die Bürger mehr sein sollte, als reine Arbeitszeit zu absolvieren. Es war sein Gedanke, durch sein Tun ,die Stadtfamilie' zusammenzuhalten." Dass Manfred Schmitz das gelungen sei, zeige sich an der Anzahl der Dienstjahre als Personalratsvorsitzender, der von den Verwaltungsmitarbeitern früher für drei, heute für vier Jahre gewählt wird: "Wer es so oft geschafft hat, in dieser Position von den Kollegen wiedergewählt zu werden, darf für sich reklamieren, einen wirklich guten Job gemacht zu haben." Nicht alles war leicht, was Manfred Schmitz in den vergangenen 38 Jahren zu behandeln hatte. Er erinnerte gestern an die Umstrukturierung des Baubetriebshofes, das Gesundheitsmanagement und die gleitenden Arbeitszeiten, die einzuführen ein lange währendes Thema gewesen seien, sowie an laufende Änderungen in den Tarifverträgen und an die Einführung des Kibiz-Gesetzes für die Kindergärten, wo mit der Verwaltung stadtintern eine Fortbildung organisiert werden musste, damit alle Erzieherinnen weiter tätig bleiben konnten.

"Ich habe sehr gerne mit und für die Kollegen gearbeitet. Es war ein Geben und Nehmen zum Wohle der Stadt", resümierte der fast 66-Jährige, der einst 1965 mit einer Lehre zum Industriekaufmann begonnen hatte, aufgrund einer Firmenaufgabe 1968 aber gleich gezwungen war, sich neu zu orientieren und in das Rathaus wechselte. "Wer sich mit älteren Kollegen unterhält, erfährt schnell, dass Schmitz schon bald Anerkennung bei den Kollegen gefunden hatte", erzählte Bürgermeister Jansen gestern. Gepaart mit der rasch erfolgten Feststellung im Rathaus, dass Schmitz über profundes tarif- und arbeitsrechtliches Wissen verfügte, habe ihn das 1978 zum Vorsitzenden des Personalrates werden lassen, zunächst neben der Tätigkeit in Fachämtern, seit 1984 ausschließlich in dieser Funktion.

Quelle: RP
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