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Erkelenz
Vom Schul- in den Arbeitsalltag

Erkelenz: Vom Schul- in den Arbeitsalltag
Die Einstellungsberater der Polizei hatten eine Menge zu erzählen, was junge Leute tun müssen, um die Polizei-Laufbahn einzuschlagen. Das Interesse der Schüler war groß, deren Neugier groß. FOTO: JÖRG KNAPPE
Erkelenz. Auf sie wartet das Berufsleben: Die Azubi-Messe in der Stadthalle stieß gestern auf große Resonanz. Schüler bekamen die Chance, Infos aus erster Hand zu bekommen und Kontakte zu knüpfen. Unterschiedliche Branchen stellten sich vor. Von Anke Backhaus

Die Amtsstube an sich ist ohnehin verstaubt. Eine landläufige Meinung. "Das Bild hat sich gewandelt", sagt Heinz-Josef Lenzen, Leiter des Haupt- und Personalamtes der Stadt Erkelenz, überzeugt. Eine Verwaltung, da ist er sich sicher, sei heute modern und arbeite zeitgemäß. "Vor allem auch deshalb, weil kommunale Verwaltungen attraktive Arbeitsplätze für junge Menschen bieten wollen", führt Lenzen weiter aus.

Gemeinsam mit Birgit Pleiß und Nina Klauth, zwei Auszubildende im mittleren Dienst bei der Stadt Erkelenz, stand Lenzen gestern Rede und Antwort bei der Azubi-Messe in der Stadthalle. Trotz guten Wetters war das Interesse der jungen Menschen groß - die Stadthalle war proppenvoll mit ausbildungswilligen Schülern.

Doch willig ist nicht gleich willig. "Das Bild ist relativ zweigeteilt. Es gibt die Schüler, mit denen wir ganz konkret hier ins Gespräch kommen. Da merken wir, wie gut sie sich im Vorfeld schon informiert haben. Jedoch gibt es eben auch die, die noch überhaupt keinen Plan haben, wohin die Reise gehen soll", sagten die jungen Auszubildenden des Erkelenzer Hermann-Josef-Krankenhauses, die derzeit in Pflegeberufen ausgebildet werden, übereinstimmend.

Zurück zu Birgit Pleiß: Sie hat bereits eine Ausbildung absolviert, ist staatlich anerkannte Erzieherin. Gearbeitet hat sie in einer Städtischen Einrichtung der Stadt Erkelenz. Aus gesundheitlichen Gründen stand dann das Thema Umschulung für sie an. "Wir haben gemeinsam nach Lösungen gesucht", so Heinz-Josef Lenzen, "und diese dann auch gefunden." Für Birgit Pleiß galten jedoch dieselben Rahmenbedingungen wie für alle weiteren Bewerber auf die Ausbildungsplätze, die die Stadt Erkelenz anbietet.

Nebenan ist derweil Nina Klauth im Gespräch mit Schülern. Sie wundern sich, welche Wege kommunale Verwaltungen heute ebnen. Sie lernen, dass es die Verwaltungsfachangestellten, Fachangestellte für Medien- und Informationsdienste, für Bäderbetriebe gibt, auch Sekretär- und Inspektoranwärter befinden sich unter den rund 450 Mitarbeitern der Erkelenzer Verwaltung. Heinz-Josef Lenzen: "Neuerdings bieten wir auch die Ausbildung ,Fachkraft für Abwassertechnik' an. Wir haben erkannt, dass Bedarf besteht. Noch für dieses Jahr, wenn am 1. August das neue Ausbildungsjahr beginnt, suchen wir Bewerber." Noch bis zum 13. Juli können sich die Interessenten mit ihren Bewerbungen bei der Stadt melden.

Die Messe bot den jungen Leuten ein breites Spektrum. Erkelenzer Traditionsbetriebe wie Hegenscheidt MFD und MH Wirth stellten sich ebenso vor wie die Kreispolizeibehörde Heinsberg, der Rettungsdienst, die Bundeswehr, Banken, Versicherungen. Das Berufskolleg Erkelenz zeigte auch Wege in den Beruf auf, während die Lövenicher Fleischerei Esser mit leckeren Frikadellen Appetit auf die Arbeitswelt machte.

Praktisch wie immer: Die Schüler bekamen die Informationen aus erster Hand. Die Aussteller schickten vielfach ihre Auszubildenden zur Messe, um auf Augenhöhe in den ersten Kontakt zu treten.

Quelle: RP
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