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Erkrath
Feuerwehr baut einen neuen Eselstall

Erkrath: Feuerwehr baut einen neuen Eselstall
Feuerwehrleute erneuerten den alten Holzbau-Flechtwand-Stall. FOTO: Achim Blazy
Erkrath. Der erste Aktionstag im Naturschutzzentrum Bruchhausen war ein voller Erfolg. Dutzende Bürger waren dem Aufruf der IG Erkrath gefolgt, am Samstag ehrenamtlich mit anzupacken und dabei gemeinsam eine gute Zeit zu haben. Es mussten Wildwüchse gejätet, Zäune repariert und Schautafeln aufgestellt werden, insgesamt 28 Projekte hatte das Bruchhausen Team auf seiner Website "angeboten". Von Thomas Peter

Neben engagierten Bürgern hatten sich auch viele Firmen, Vereine und Parteien angemeldet, eines oder mehrere Projekte zu übernehmen.

Das Wetter schien sagen zu wollen "erst die Arbeit, dann das Vergnügen". Um 10 Uhr morgens startete der Aktionstag unter grauem Himmel, gegen halb zwölf gab es einen hefteigen Regenschauer, und als gegen 13.30 Uhr die Sonne herauskam, waren zwei Drittel der Arbeiten bereits erledigt. Beste Voraussetzungen für eine ausgedehnte Mittagspause, die schon fast an ein Volksfest heranreichte. Bürgermeister Arno Werner sprach ein Grußwort, man saß zusammen und tauschte sich aus, es gab Reibekuchen, Bier und Gegrilltes. Nahezu alles, was in Erkrath Rang und Namen hat, war versammelt. Für die Politiker, darunter die drei Bürgermeisterkandidaten, gab es noch eine Führung durch das Naturschutzzentrum. CDU-Ratsherr Wilfried Schmidt berichtete, dass sich viele Bürger gemeldet hätten, in Zukunft regelmäßig mitzuhelfen. Ausgewählte Projekte im Einzelnen:

Eselstall bauen Die größte Einzelaktion war die Reparatur des alten Holzbau-Flechtwand-Stalls, die die Freiwillige Feuerwehr Erkrath übernahm. Schweres Gerät und handwerkliche Qualifikation waren gefordert, was die Feuerwehr in der Breite am besten leisten konnte. Mit drei Fahrzeugen waren sie gekommen, um nicht nur die Baustoffe zu transportieren, sondern auch für Kinder etwas zum gucken zu haben. Zunächst wurde die eine Hälfte des Stalls, nur noch ein morsches Gerippe, abgerissen. Für den Neubau wurden dann Pfähle einbetoniert, Trägerbalken eingezogen und ein neues Dach gebaut, alles an einem Tag. CDU-Kandidat Christoph Schultz half mit, die 1200 Kilo Zement für den Estrich auszuladen.

Biotop säubern Diese Aufgabe hatten die Grünen um Kandidat Reinhard Knitsch übernommen. Es musste allerlei Wildwuchs beseitigt werden, damit Eidechsen mehr Platz haben, auf warmen Steinen Sonne zu tanken (sie sind wechselwarm). "Die Biotope wachsen immer sehr schnell zu" sagte Knitsch.

Graben ausheben Da Bruchhausen nicht an das städtische Wassernetz angeschlossen ist, haben sie ihre eigenen Brunnen und Entwässerungsschächte. Weil immer wieder Kröten hineinfallen und nicht mehr hinauskommen, sollte ein Graben gebaut werden, der den Schacht mit einem kleinen Regenbecken verbindet. Die Firma Gürenc hatte den nötigen Kleinbagger und hob den Graben aus.

Bänke erneuern Beim letzten Sturm war ein Nussbaum umgefallen und hatte eine Rundbank zerstört. SPD-Kandidat Detlef Ehlert kaufte eine neue Bank aus eigener Tasche und baute sie zusammen mit seinen Parteifreunden auf.

Steiger fahren Kein Projekt, aber eine Attraktion. Die Firma Gerken hatte einen Steiger-Kran aufgebaut, der Besucher bis auf 33 Meter Höhe brachte. Panorama-Fotos tauchten kurz darauf bei Facebook auf.

Quelle: RP
 
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