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Geldern
Applaus, Applaus: Hennes Naß trägt 2016 die Festkette in Pont

Geldern. Der Musikverein eröffnete das Programm des Ponter Dorfabends. Dabei nutzte der Vorsitzende Stefan Schauenberg die Gelegenheit, um sich bei dem langjährigen Dirigenten Hubertus Boenigk mit einem Blumenstrauß zu bedanken. Dieser hat den Musikverein 1980 gegründet und seitdem vereinsmäßig und musikalisch geleitet. Er wird weiter musikalischer Leiter sein, aber kein Neujahrskonzert mehr dirigieren.

Bevor es zum wichtigsten Punkt des Abends, nämlich die Verleihung der Festkette ging, folgte erst mal ein schönes Unterhaltungsprogramm. Lilly Schmitz brachte einen Beitrag, der die Unannehmlichkeiten der Computer- und Automatenwelt beschrieb. Eine Fahrkarte am Schalter, Fehlanzeige - die gibt es am Ticket-Desk. Briefmarken beim Postbeamten, nein - ein Automat druckt die Marken aus. Wo bleibt da der persönliche Kontakt?

"Wohnt denn hier keiner mehr in Pont? Ich sehe nur noch Hunde, der Trend geht wohl zum Dritt-Hund. Und tritt er mal in Hundekot, so sieht der Ponter wirklich rot", so hatte Frank Greshake gedichtet. Ebenso stellte er klar, dass nach der politischen Linkswahl in Pont eine Geldflucht mit der Schließung der Volksbank vor Ort eingesetzt habe.

Pfarrer Dresen war gekommen, um seine Wettschuld mit Liedbeiträgen einzulösen. Mit den Liedern "Was macht der Maier auf dem Himalaya" und "So ein Regenwurm hat's gut" zeigte er sein musikalisches und schauspielerisches Können. Begeistert von seinen Beiträgen, bei denen er auch in die Zuschauerreihen ging und schockartig Kontakt zu einigen Besucherinnen aufnahm, erhielt er tosenden Beifall. Nach der Zugabe, die er mit Irmgard Büren vortrug, erhielt er stehenden Applaus.

Eine Fahrschul-Simulation der besonderen Art zeigten Nele Aßmann und ihr Vater Peter. Dabei diente ein Telefon als Kupplung, ein Stock stellte die Schaltung dar. Als nach dem vermeintlichen Falschabbiegen in die Kapuzinerstraße ein Protokoll vom Polizisten drohte, war die Antwort des Fahrlehrers: "Wieso ich, meine Tochter ist doch gefahren!"

Wie verhalten sich eine Männer- und eine Frauengruppe in einer Kneipe? Das zeigten die Landfrauen in einem Spiel deutlich: Die Männer bestellen eine oder zwei Runden Bier, bezahlen mit reichlich Trinkgeld. Die Frauen überlegen lange, bestellen dann doch etwas anderes. Aber beim Bezahlen sind sie genau und beim Trinkgeld spärlich.

Nach der Pause mit dem Dorfquiz wurde der Festkettenträger des Jahres 2016 vorgestellt. Der Moderator des Abends, Hein Lemmen, zählte zunächst die Verdienste des neuen Festkettenträgers auf, und seine Aufzählungs-Liste war lang. Dann wurde es den Besuchern immer deutlicher: Das kann nur Heinz Naß sein, genannt Hennes Naß. Die Wahl wurde vom Saal stehend applaudiert. Naß wählte Heinz-Theo Jans und Josef Winkelmann zu seinen Adjutanten.

Die Jungschützen der Bruderschaft zeigten in Schwimm-Outfit, dass man auch im Trockenen ein Synchron-Schwimmen darstellen kann. Zum Ende spielten drei vom Kirchenchor eine Reiseberatung der besonderen Art, bevor alle Aktiven auf der Bühne mit den Kirmesbesuchern im Saal das Heimatlied "Woar hör ek t'hüs" anstimmten.

Quelle: RP
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