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Issum
DLRG Issum-Sevelen feiert Jubiläum

Issum. Die Jugendgruppe veranstaltete am Samstag ein großes Fest, um ihr zehnjähriges Bestehen angemessen zu zelebrieren. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und zahlreiche Besucher gratulierten bei den gelungenen Feierlichkeiten. Von Christoph Kellerbach

Zehn Jahre ist der Jugendvorstand des DLRG Issum-Sevelen nun alt. Um dieses Jubiläum feucht-fröhlich zu feiern, gab es eine große Party im Spaßbad Hexenland. Passend zu diesem Anlass kam sogar das Bundesamt für Bevölkerungsschutz zum Gratulieren vorbei, da die gesamte Gruppe der 1250. Bewerber für die "Helfende Hand" war, den wichtigsten Preis für tatkräftig helfende Ehrenamtler in Deutschland.

Nach diesem offiziellen Teil ging es von 15 bis 19 Uhr mit der Feier für die bis 16-Jährigen so richtig los. Bei den 500 Mitgliedern des Vereins und 350 Personen allein in der Jugendabteilung wurde es erwartungsgemäß ziemlich voll. Kein Wunder, bei dem reichhaltigen Spiele-Angebot, das sich die Verantwortlichen ausgedacht haben. Eine Hüpfburg gab es ebenso wie große Wasserlaufbälle, in denen die Kinder wie in einem großen Hamsterrad über das Wasser rollen konnten. Eine Spielekiste mit zahlreichen Utensilien war ebenso vorhanden wie ein Glücksrad.

Die Taucher aus Kamp-Lintfort gaben Schnupperkurse und die Gruppe der "Realistischen Unfall- und Notfalldarstellung" war vor Ort, um Anwesende zu schminken. "Wir haben etwa die Kreisleitstelle angerufen, damit klar ist, dass das nicht echt ist", meinte Tim Napiwotzki (22), der stellvertretende Jugendvorsitzende, schmunzelnd. Gegen 19 Uhr ging es für die älteren Jugendlichen und befreundeten Ortsgruppen mit einem BBQ, einer Cocktailbar und Musik von den DJs von "T&D - Sound & Light" in eine weitere stimmungsvolle Runde.

Der Tag wurde aber auch dafür genutzt, um über die vergangenen zwölf Monate nachzudenken. So gab es zwei neue Problemfelder, die der DLRG-Jugend aufgefallen sind. Der Einsatzleiter Wolfgang Schlotzig (55) erklärte: "Aufgrund der Integration kam es immer wieder zu Problemen, da die Leute halt nicht so geübt im Schwimmen sind, aber dennoch manches Mal einfach so ins Wasser springen. Die sind sich oft der Gefahr überhaupt nicht bewusst." Eine Gruppe, die wohl auch nicht richtig nachdenkt in letzter Zeit, ist die der Eltern: "Es häuft sich, dass Kinder einfach zum Schwimmen abgeladen und fünf Stunden später abgeholt werden", so Carolin Winterink (28), die stellvertretende Ausbildungsleitern. "Es gibt andere Fälle, in denen die Eltern vor Ort sind, aber dann am anderen Ende des Freibades liegen und sich auf das Sicherheitspersonal verlassen, obwohl ihre Kinder noch nicht einmal richtig schwimmen können. Besonders die Altersgruppe der Drei- bis Achtjährigen ist davon betroffen." Auch Schlotzig ist davon schockiert, denn "vor ein paar Jahren kannten wir so etwas noch nicht."

Aber die meiste Zeit ist am Wasser alles in Ordnung. Und wenn nicht, dann kümmert sich eben die DLRG darum. Wenn sie gerade mal nicht Leben retten, gibt es ebenfalls einen vollen Terminplan: "Wir machen Ausflüge, Zeltlager im Freibad und viele Projekte mit der Gemeinde", berichtete die Beisitzerin im Jugendvorstand, Nathalie Mühlbauer (22). "Wir haben zwar manches Mal Pech damit, dass bei unseren Aktionen auch das Wasser von oben kommt, aber das war es dann auch schon. Die gute Laune bleibt davon unberührt. Hier bei der DLRG sind wir nicht nur ein Sportverein, sondern eben noch mehr: Wir sind ein Freundeskreis!"

Quelle: RP
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