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Wachtendonk
Ein Lebensmittelmarkt für Wankum

Wachtendonk: Ein Lebensmittelmarkt für Wankum
Während des Neujahrsempfangs im Alten Bürgerhaus ehrte Wachtendonks Bürgermeister Hans-Josef Aengenendt (2.v.r.) für ihr Engagement (v.l.) Rolf Netz, Ulrike Nöchel und Ursula Mueser vom ökumenischen Arbeitskreis. FOTO: van Offern
Wachtendonk. Bauantrag ist gestellt. Wachtendonks Bürgermeister Hans-Josef Aengenendt verkündet das beim Neujahrsempfang. Ehrung für Flüchtlingshelfer vom ökumenischen Arbeitskreis. Der lädt jetzt immer dienstags zum Café. Von Monika Kriegel

Von einem Dialog am Martinstag berichtete der neue Verwaltungschef beim Neujahrsempfang im Bürgerhaus. "Ach ja, das sind Sie ja, der neue Bürgermeister", sei er angesprochen worden. Hans-Josef Aengenendt sei eben noch der "neue Bürgermeister". Das neue Gesicht nach 23 Jahren unter der Führung von Udo Rosenkranz, an das sich die Wachtendonker erst noch gewöhnen müssen. Er hielt im Bürgerhaus "Altes Kloster" seine erste Neujahrsansprache an Vereinsvertreter, Institutionen, Bürger und Mitarbeiter.

Eine Neuigkeit hatte der neue Rathaus-Chef zu verkünden: Es sei ein Bauantrag für einen Lebensmittelmarkt an der L 140 in Wankum gestellt worden. "Damit ist für die weitere Grundversorgung Wankums ein großer Schritt nach vorne gemacht", so Aengenendt, der sich in diesem Zuge für eine Realisierung des Kreisverkehrs in diesem Einmündungsbereich aussprach.

Als Leitfaden zitierte Aengenendt ein chinesisches Sprichwort: "Wenn der Wind des Wandels weht, bauen die einen Schutzmauern, die anderen bauen Windmühlen." Für 2016 wünscht sich der Bürgermeister, dass der "Wind für uns aus der richtigen Richtung kommen wird. Die Segel richtig zu setzen, das möchte ich, das möchten wir alle für unser schönes Wachtendonk und für seine tatkräftigen Menschen".

Aengenendt fasste vor den vielen Zuhörern Zahlen und Veränderungen aus 2015 zusammen und streifte inhaltlich kostenträchtige Projekte für 2016 aus dem Haushalt: Straßennetz und Wegebau, Kanalsanierung, das Baugebiet Sportplatz Wankum, die Anschaffung von Spezialfahrzeugen für die Feuerwehr, Bildung, Flüchtlingshilfe und Infrastruktur. Zum Schluss der Neujahrsrede bat er drei Vertreter des ökumenischen Arbeitskreises ins Rampenlicht. Aengenendt überreichte Urkunde, ein Kuvert und Blumen an Ursula Mueser, Rolf Netz und Ulrike Nöchel und hob das Trio stellvertretend für die ehrenamtlichen Aktivitäten in der Gemeinde heraus. Die Gruppe von evangelischen und katholischen Mitmenschen werde unmittelbar nach dem Eintreffen von Flüchtlingen in Wachtendonker Unterkünften aktiv, indem sie Deutschkenntnisse vermittle. Eine Aufgabe, die angesichts der immer noch hohen Zahl von Flüchtlingen auch diese Menschen an den Rand ihrer Belastbarkeit bringe.

Und da würden auch noch Mitstreiter gesucht, die vor allen Dingen bei der sprachlichen Barriere helfen könnten. Der ökumenische Arbeitskreis, so Aengenendt weiter, lade ganz neu jetzt an jedem Dienstagnachmittag ins Flachshaus an der Weinstraße zum Café ein: ein fester Treffpunkt, gute Gespräche, Kommunikation. Oder, um es mit den Worten des Wachtendonker Bürgermeisters für 2016 zu vervollständigen: "Nur wer weiß, wo er hinsegeln will, setzt die Segel auch richtig."

Quelle: RP
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