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Issum
"Homophon" singt gegen Vorurteile

Issum. Der schwule Männerchor aus Münster zu Gast im Bürgerhaus Sevelen.

Das Konzert mit dem ersten schwulen Männerchor "Homophon" aus Münster war ein voller Erfolg. Im voll besetzten Bürgerhaus begeisterten die Sänger, die nicht zum ersten Mal in Sevelen gastierten, die Zuhörer mit seinen Liedern. Das Motto des Abends war "Nichts als die glitzernde Wahrheit - was sie schon immer über Schwule wissen wollten".

So räumte der Chor mit den immer noch bestehenden Vorurteilen zum Begriff schwul und den dazu auftretenden, mehr oder minder absurden Fragen musikalisch auf. Im Vorprogramm trat der Chor als arme Putzfrauenkolonne auf, die, die Bühne reinigen, schrubben, bügeln und wienern musste als Vorbereitung zum Auftritt der noch kommenden glitzernden Stars. Das machten sie mit spritzigen Kommentaren und Liedern von A bis Z.

Mit dem Lied "Prosecco" deuteten sie an, dass sie trockene Kehlen haben und eine Pause benötigten. Nach der Pause kamen sie als glitzernde Damen wieder. In mit Pailletten bestickten Kostümen, mit glitzernden Schmuck umhängt, hochhackigen Schuhen und tollen Frisuren waren sie eine Augenweide für das Publikum. Die absurden Fragen zum Schwulsein hatten sie in eine Liste von eins bis zehn aufgeführt. Auf die Frage "Können Schwule Deko, Haus und Garten?" antwortete der Chor mit dem Lied "Im grünen Irgendwo". Bei den Themen Drogen, Mode, Beziehungen und Berufe wussten sie auch eine musikalische Antwort. So wurden alle zehn Fragen gesanglich beantwortet mit einer großen Portion Selbstironie und vielen komödiantischen Einlagen.

Nach mehreren Zugaben und stehendem Applaus verabschiedete sich der Chor. Der eine oder andere Zuhörer ging mit einem fröhlichen Grinsen aus dem Bürgerhaus nach Hause.

Quelle: RP
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