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KLT im Pech: Schauspieler reihenweise krank

Straelen: KLT im Pech: Schauspieler reihenweise krank
Turbulent geht es bei "Liebeslust und Wasserschaden" nicht nur auf der Bühne zu. Auch hinter den Kulissen sorgten reihenweise Ausfälle für viel Aufregung beim Team des Kameradschaftlichen-Liebhaber-Theaters. FOTO: binn
Straelen. Trotzdem wird "Liebeslust und Wasserschaden" wie geplant aufgeführt - dank spontaner Hilfe.

Die aktiven Mitglieder des Kameradschaftlichen-Liebhaber-Theater 1881 Straelen (KLT) erlebten in den letzten Wochen und Tagen immer wieder neue Herausforderungen. Mit "Liebeslust und Wasserschaden" wurde für das derzeit noch laufende Frühjahrsstück eine Komödie ausgesucht, bei der sich alle sicher waren: Die wird für reichlich Chaos auf der Bühne sorgen. Das Chaos begann aber bereits im Vorfeld. Zunächst musste Spielleiter Frank Pooth aus gesundheitlichen Gründen passen. Für ihn übernahm Birgit Schröders die Regie.

Bei der Premiere lief alles planmäßig "chaotisch" über die Bühne. Danach nahm das Unheil allerdings seinen Lauf. Zunächst verletzte sich Lena Nieskens, die sich eine Doppelrolle mit Trudi Forbriger teilt, und fast zeitgleich verletzte sich auch noch Michael Pooth. So standen die beiden Akteure dem Ensemble plötzlich nicht mehr wie geplant zur Verfügung. Während Trudi die Termine von Lena übernehmen konnte, musste für Michael schnell ein Ersatzmann her. Mit Thomas Raeth wurde man dann auch schnell fündig. Binnen 24 Stunden hat er sich den Text angeeignet. Bei der zusätzlich eingeschobenen Probe konnte er die ersten Szenen schon auswendig und brillierte dann einen Tag später in der Aufführung am Mittwoch.

Am Mittwochmorgen erreichte das Ensemble die nächste Hiobsbotschaft. Mit Angelika Schönepauck fiel eine weitere Schauspielerin plötzlich aus gesundheitlichen Gründen aus. "Eine Absage der Aufführungen kam für uns nach kurzer interner Beratung überhaupt nicht in Frage", so KLT-Präsident Johannes Pieper. Nadine Podgajski, die bereits bei den Proben als Souffleuse dabei war, erklärte sich spontan bereit, einzuspringen und die Rolle von Angelika zu übernehmen. Nur acht Stunden später stand sie auf der Bühne im Forum, und dort konnte sie nicht nur ihren Text, sondern lieferte - genau wie Thomas - eine brillante Show ab.

Die Zuschauer erfuhren von den Umständen erst im so genannten Abspann nach der Aufführung und honorierten das mit einem tosenden Applaus. Den hatten sich die beiden auch wirklich verdient. Die nächsten Aufführungen wollen jetzt alle ohne weitere Ausfälle gut überstehen. Den erkrankten Kameraden wünschen alle eine schnelle Genesung.

Quelle: RP
 
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