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Geldern
Kreative Idylle in der Sommerakademie

Geldern: Kreative Idylle in der Sommerakademie
Aus Steinen wird Kunst: Bildhauerin Ute Heek bei der Sommerakademie der Volkshochschule Gelderland am Schönstattzentrum auf dem Oermter Berg vor einigen ihrer Werke. FOTO: Gerhard seybert
Geldern. Die 19. Sommerakademie der Volkshochschule Gelderland im Schönstattzentrum auf dem Oermter Berg fand zum letzten Mal rund um das charmante Holzgebäude statt. Von Liss Steeger

Fachbereichsleiter Karl-Heinz Pasing ist davon überzeugt, dass die natürliche Umgebung mit Vogelgezwitscher und meditativer Stille die Kreativität beflügelt und die Selbstexploration vorantreibt. Bei all ihrem Tun konnten die insgesamt 50 Aktiven das fast fertiggestellte neue Tagungshaus in Augenschein nehmen.

Bei der 24. VHS-Malschule hat die Künstlerin Rosa Gabriel mit dem Thema "Spurensuche" den anstehenden Wechsel aufgegriffen. Mit der alten Drucktechnik "Frottage" (Abreibung) haben die zwölf Maler zunächst auf dem Gelände Dinge "abgepaust". Auf diese Art fanden viele ihr Thema. Ursula und ihre 22-jährige Tochter Maria aus Xanten haben mit fedrigen Hortensien und zartem Mohn einen neuen Zugang zur Farbe gefunden. Anni aus Veert experimentiert gerne mit ihren alten Bildern. Gerd aus Geldern hat sich mit "Seestücken" beschäftigt und zum ersten Mal gespachtelt. Marlies aus Sevelen hat im Vorfeld eine Bildvorstellung, an die sie sich aber nicht zwanghaft hält. Sie ließ Teile der Dahlen-Mühle in Acryl entstehen. "'Soll' gibt's nicht, weil es dein Bild und dein Stil ist", betont Rosa Gabriel eindringlich.

Die Teilnehmer an der Kreativwoche mit Fachbereichsleiter Karl-Heinz Pasing (li.). FOTO: Seybert Gerhard

Die Bildhauerin Monika Bänsch vermittelt sieben Frauen sowohl grundlegende Techniken der Sand- und Tuffsteinbearbeitung als auch die Umsetzung eigener Ideen. "Man muss lernen in dem Stein etwas zu entdecken", ist sie überzeugt. Für Brigitte und Jasmin, beide aus Geldern ist die Zeit wie Urlaub. Ute aus Veert genießt "Idylle pur" und wird von Tag zu Tag mutiger, was das "weghauen" angeht. Auch Gabi aus Sevelen bekommt viel Unterstützung, damit sie eine fertige Skulptur mit nach Hause nehmen kann.

Zwei Männer und 13 Frauen lernten "Spielend schreiben" bei der Literaturwissenschaftlerin Dr. Elisabeth Kuhs, der eine Sensibilisierung für die vielfältigen Funktionen und Möglichkeiten der deutschen Sprache wichtig ist. In einem zwanglosen von Schreiblust geprägten Rahmen konnte jeder seine vermeintlichen Grenzen erweitern. Ulrike aus Wachtendonk hat einen ganz anderen Blick auf Text und Sprache bekommen. Sie war überrascht, wie viele andere sich von Beginn an von den Impulsen haben inspirieren lassen, bevor auch sie von der Muse geküsst wurde. Für Elisabeth Kuhs ist die Schreibwerkstatt dann gelungen, wenn die Schreiberlinge "Verschüttetes" aktivieren.

Quelle: RP
 
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