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Geldern
Kreis Kleve lockt Käufer und Touristen

Geldern: Kreis Kleve lockt Käufer und Touristen
Viele Sehenswürdigkeiten, wie hier die Marienbasilika und die Gnadenkapelle in Kevelaer, locken Besucher in den Kreis Kleve. FOTO: Seybert
Geldern. IHK veröffentlicht statistischen Jahresbericht. Stimmung der Unternehmen in der Region hat sich gebessert. In das Gebiet zwischen Emmerich und Wachtendonk fließt zusätzliche Kaufkraft von außen. Von Michael Klatt

Der Niederrhein ist eine Wachstumsregion. Das wird aus den Zahlen deutlich, die von der Niederrheinischen Industrie- und Handelskammer Duisburg-Wesel-Kleve jetzt in einer Broschüre zusammengefasst wurden. "Wirtschaft kompakt - Der Niederrhein in Zahlen 2015" heißt die aktuelle Publikation. Sie verdeutlicht Stärken und Schwächen und zeigt darüber hinaus wichtige Entwicklungstrends, etwa die neuesten Prognosen zur Bevölkerungsentwicklung am Niederrhein oder die beliebtesten Ausbildungsberufe.

Luftbilder aus Geldern, Kevelaer und Umgebung FOTO: Gerhard Seybert

Der Blick auf die Zahlen verrät: Der Niederrhein ist Logistikregion, Industriestandort und Tourismusziel zugleich. Dafür gibt es folgende Eckwerte: 22 Prozent mehr Beschäftigte in Verkehr und Lagerei seit 2007, ein Anteil von 40 Prozent an der gesamtdeutschen Stahlproduktion und rund 60 Prozent mehr Übernachtungen verglichen mit den Besucherzahlen aus dem Jahr 2000.

Mit "Wirtschaft kompakt" bietet die IHK einen Überblick über die wichtigsten Wirtschaftsdaten und Entwicklungen für die Stadt Duisburg sowie die Kreise Wesel und Kleve. Dazu wurden relevante Wirtschaftskennzahlen ausgewählt und verständlich in Tabellen und Grafiken aufbereitet. So ist am Verlauf des Konjunkturklimaindex beispielsweise erkennbar, dass sich die Stimmung der Unternehmen wieder verbessert hat. Nachdem der Index in den Umfragen zum Herbst 2014 und Jahresbeginn 2015 zweimal in Folge gesunken war, steigt er in der Frühsommerbefragung wieder um fünf Prozentpunkte an.

Schöne Radtouren durch den Kreis Kleve FOTO: Niederrhein Tourismus

Rund 12 000 Einzelhandelsunternehmen zählte der Niederrhein 2014, davon sind etwa 10 000 Kleingewerbetreibende. Überregionaler Beliebtheit erfreuen sich die Unternehmen im Kreis Kleve. Das zeigt ein Blick auf die Einzelhandelszentralität. Dieser Indikator gibt Auskunft darüber, wie attraktiv und anziehend eine Stadt oder Region als Einkaufsort für das Umfeld ist. Liegt dieser Wert über 100, lockt der Standort im gesamtdeutschen Vergleich überdurchschnittlich viele Konsumenten von außerhalb an. Der Kreis Kleve kommt auf eine Zentralitätskennziffer von 102,1.

Für eine Flächenregion ist dies laut IHK durchaus bemerkenswert. Es werde nicht nur die Kaufkraft am Standort gehalten, sondern zusätzliche Kaufkraft von außerhalb angezogen. Dabei profitiert der Kreis insbesondere von seiner Beliebtheit als Einkaufs- und Tourismusziel bei den niederländischen Nachbarn. IHK-Zweigstellenleiter Dr. Andreas Henseler: "Globalisierung bedeutet, dass wir nicht in nationalen oder internationalen Grenzen denken dürfen. Insbesondere in einer grenznahen Region wie dem Kreis Kleve sind ausländische Kunden für die Wirtschaft ebenso bedeutsam wie inländische."

Doch der Kreis Kleve lockt nicht nur Tagesbesucher an. Während in Duisburg und im Kreis Wesel laut neuester Prognosen die Bevölkerung weiter sinken wird, ist in Kleve vorerst noch ein Zuwachs zu erwarten.

Die Broschüre steht unter www.ihk-niederrhein/de/Wirtschaftsdaten als Download zur Verfügung oder kann kostenlos bestellt werden. Kontakt: Susanne Adams, Telefon 0203 2821-338, E-Mail adams@niederrhein.ihk.de.

Quelle: RP
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