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Geldern
Kreis Klever Landwirte in Sorge um die Getreideernte

Geldern. Die Landwirte am Niederrhein sorgen sich um ihre Ernte. Getreide und Kartoffeln haben unter der Witterung und dem Regen der vergangenen Wochen stark gelitten. Bis heute sind manche Felder nicht mit schwerem Gerät befahrbar. Der Vorsitzende der Kreisbauernschaft Kleve, Josef Peters, sagt: "Um die Gerste ernten zu können, muss einige Tage die Sonne scheinen, so dass das Korn trocken ist. Sonst ist die Feuchtigkeit in den Körnern zu hoch, und das Getreide kann nicht gelagert und muss mit einem erheblichen Energieaufwand getrocknet werden."

In diesen Tagen beginnt die Gerstenernte, die den Trend für das Ergebnis der Getreideernte anzeigt. Erste Ergebnisse lassen eine durchschnittliche Ernte erwarten. Zu hoffen bleibt, dass keine weiteren Qualitätsprobleme durch schlechte Witterung drohen. Das Getreide, aber auch Zuckerrüben und Mais, würden im Wachstum unter Staunässe leiden. Dem Boden fehle Sauerstoff. Dies sei aktuell an vergilbten Pflanzen zu erkennen. "Katastrophal sieht es auch im Kreis Kleve an einigen Stellen aus. Durch die erheblichen Niederschläge kann davon ausgegangen werden, dass hier nichts mehr zu retten ist", betont der Vorsitzende. Gerade die Kartoffeläcker leiden unter dem Regen und der Nässe. Viele Flächen könnten aufgrund der Nässe nur eingeschränkt befahren werden.

Die Getreidepreise haben den tiefsten Stand seit fünf Jahren erreicht. Pro Dezitonne Gerste erzielen die Bauern 12,50 Euro. Die Vollkosten können damit nicht gedeckt werden. Mit dem Plakat "Wir machen Korn", das an der B 67 zwischen Kalkar und Goch zu finden ist, wollen die Bauern auf die Vielfalt der erzeugten Lebensmittel hinweisen. Auf jedem Essenstisch finden sich Körner. Sei es im Müsli, im Brot oder sogar Bier, wir Deutsche lieben Getreide in jeglicher Form. Mit Mehl aus Hafer, Weizen, Dinkel und Co. werden auch Pizza, Nudeln, Kuchen und Plätzchen produziert. Diese Vielfalt sei es, die Getreide zu einem Grundnahrungsmittel macht, betont der Kreisvorsitzende.

Quelle: RP
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