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Geldern
Kreishaus im laufenden Betrieb saniert

Geldern: Kreishaus im laufenden Betrieb saniert
Elektriker bei der Arbeit im Kreishaus. Für die Handwerker gibt es nicht nur in den Fluren viel zu tun. FOTO: Kreis Kleve
Geldern. Neben der Grundsanierung und einer energetischen Verbesserung muss der Brandschutz auf den Stand der Dinge gebracht werden. Das Hauptgebäude des Kreises Kleve in der Kreisstadt wird saniert. Kosten: rund drei Millionen Euro. Von Matthias Grass

Rund drei Millionen Euro investiert der Kreis Kleve in die Sanierung seiner Verwaltung an der Nassauerallee in Kleve, außerdem wurde knapp eine halbe Million Euro veranschlagt, um den Brandschutz auf den neusten Stand zu setzen. Das Dach wurde als erstes energetisch saniert, die Fenster erneuert und LED-Licht eingebaut. Jetzt sind die Büros dran: Nach den umfangreichen Maßnahmen an den Fenstern und Decken stehen auch Malerarbeiten an. Zudem werden die teilweise rund 30 Jahre alten Bodenbeläge erneuert.

"Das ist nicht ganz so einfach, mit dem Baulärm zurechtzukommen und zugleich noch in ein anderes Büro ziehen zu müssen", sagt Ruth Keuken, Presssprecherein des Kreises Kleve. Irgendwo in den Nachbarräumen frisst sich kreischend eine Schlagbohrmaschine oder ein Bohrhammer in den Beton. Die Arbeiten sind regelrecht greifbar.

Baumaterial wartet darauf, weiter verarbeitet zu werden. FOTO: Julia Lörcks

Keuken zog mit ihrer Pressestelle auf die "andere Seite" des Flurs. "Vorübergehend erreichbar gegenüber in Raum 0.327" steht an ihrer Tür. Mit betroffen ist auch ihre Kollegin Elke Sanders. Jetzt ebenfalls Raum 0.327. Dem Baulärm und dem "Gerüsel" auf dem Flur können sie mit dem Umzug "nach gegenüber" nur bedingt entkommen. Die Arbeiten an den Büros der rund 175 Mitarbeiter in dem betroffenen Hauptgebäude der Kreisverwaltung und an den Fluren werden abschnittsweise durchgeführt. Läuft alles glatt, sollen die Arbeiten Ende 2018 abgeschlossen sein.

Zeitgleich werden jeweils acht Büros saniert. "Da alle Arbeiten im laufenden Geschäftsbetrieb durchgeführt werden, ist eine komplexe Umzugs- und Übergangsbüro-Planung erforderlich", erklärt Keuken. Im Interesse der Erreichbarkeit der Mitarbeiter für die Bürgerschaft sollen möglichst viele der zeitlich befristeten Umzüge in "Übergangsbüros" mit "kurzen Wegen" erfolgen, so die Sprecherin des Kreises Kleve. Gegenüber eben: Denn bei diesen "Übergangsbüros" handele es sich um Büros in unmittelbarer Nähe zum jeweiligen Bauabschnitt, die für die gesamte Bauzeit freigeräumt wurden. "Die dortigen Kollegen sind für anderthalb Jahre in provisorische Räumlichkeiten ins Untergeschoss umgezogen", sagt Keuken. Die "Übergangsbüros" werden im etwa zweiwöchigen Wechsel neu belegt, die jeweiligen Büromöbel zwischengelagert. "Die Umzüge und der Baulärm stellen für die jeweils betroffenen Mitarbeiter eine deutliche Belastung dar.

Stück für Stück werden die Büros für die Baumaßnahmen geräumt. FOTO: Julia Lörcks

Insbesondere an den Tagen, an denen die Fenster aus- und eingebaut und die Deckenverkleidungen befestigt werden, ist im direkten räumlichen Umfeld ein konzentriertes Arbeiten deutlich erschwert", räumt Keuken ein. Da die Baustelle jedoch "wandert", wandere auch der Baulärm. Bei aller Belastung überwiege jedoch deutlich die Vorfreude auf die "neuen" Räumlichkeiten, so die Pressesprecherin. In den ersten Büros sind schon die Maler bei der Arbeit. Danach kommt der neue Teppichboden. Anschließend räumen die Hausmeister die alten Büromöbel zurück in die Büros und dann heißt es wieder umziehen...

Betroffen ist das Hauptgebäude der Kreisverwaltung, die entlang der Nassauerallee Ortsausgangs der Klever City in verschiedenen Gebäuden untergebracht ist. Vor rund 20 Jahren ist der Gebäudetrakt erweitert und durchsaniert worden. Jetzt war wieder eine Grundsanierung fällig. "Im Zuge der Umsetzungsplanung für die 2017er Maßnahmen zeigte sich, dass die aus dem Brandschutzkonzept ergebenden Anforderungen und Maßnahmen deutlich umfangreicher sind, als ursprünglich erwartet", sagt Keuken. Neben den Brandschutzmaßnahmen betrifft dies auch die komplette Haustechnik wie Heizung, Lüftung, Kälteanlage oder EDV-Kabeltechnik, so dass derzeit auch noch Kabelbäume durch den Flur baumeln. Damit kam zur erforderlichen Grundsanierung die vollständige Umsetzung neuer Brandschutzmaßnahmen.

Auch an den Fenstern wird Hand angelegt. FOTO: Lörcks

Die Auftragsvergaben erfolgen über die KKB GmbH (Kreis Kleve Bauverwaltungs-GmbH). Aus Gründen der Wirtschaftlichkeit sollen alle Baumaßnahmen in einem Gesamtprojekt erfolgen.

Quelle: RP
 
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