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Geldern
Lärm-Karte für Stadtkerntangente ist da

Geldern. Das "Schalltechnische Gutachten" zur Stadtkerntangente - der Route am Seehhotel vorbei - ist da. Die Präsentation im Bau- und Planungsausschuss des Stadtrates offenbarte wenig Überraschendes. Von Sina Zehrfeld

Fazit: Ja, wenn die Stadtkerntangente zur "B 58 n" umgewidmet wird, haben die Anwohner Verkehrslärm zu erwarten. Und: Ja, sollte für die Siedlung am Buchenweg ein Lärmschutzwall gebaut werden, dann kämen die dahinter liegenden Häuser deutlich leiser weg. "Ein sehr positiver Effekt", wie Experte Hartmut Stapelfeldt bei der Vorstellung der Ergebnisse eigens hervorhob.

Die Idee für so einen Lärmschutzwall war in der Stadtverwaltung entstanden. Bei dieser Lösung müsste die Straße im betreffenden Abschnitt aber ein Stück von der Siedlung weggerückt ganz neu gebaut werden.

Die Fachleute haben für das "Schalltechnische Gutachten" eine Reihe von möglichen - mal mehr, mal weniger wahrscheinlichen - Varianten für die Entwicklung der Straße betrachtet. Das geht vom Szenario, dass sämtliche Ampeln zu Kreisverkehren umgestaltet würden, über die Verlegung von Flüsterasphalt oder die Rückkehr zu "Tempo 70" statt 50 bis hin zur Verlegung der Straße mitsamt Errichtung des Lärmschutzwalls.

Die Stadtverwaltung wird nun auswerten, was die Ergebnisse im Detail für Geldern bedeuten. So soll ermittelt werden, welche Ideen für die Straße Sinn machen.

Diskussionen gab es im Ausschuss zu den Plänen, den Parkplatz am Krankenhaus zu erweitern. Lärm, der von Gesundheitszentrum und Krankenhausparkplatz kommt, ist im Gutachten nämlich nicht berücksichtigt. Es gehe darin nun mal nur um den Straßen-Lärm, lautet dazu die Erklärung von Hartmut Stapelfeldt: "Da würde ein Parkplatz im Hintergrund erstmal außenvor bleiben."

Bekanntlich benötigt das Krankenhaus unbedingt mehr Parkflächen. Um die Klinik und die nächsten Anwohner von dem Geräuschpegel abzuschirmen, der durch rangierende Fahrzeuge, Türenschlagen und startende Motoren entsteht, war dafür mal eine eigene Lärmschutzwand angedacht. Das hatte die Stadtverwaltung auf die Idee zum Lärmschutzwall vor der Siedlung am Buchenweg gebracht; damit wären Parkplatz- und Straßenlärm nämlich gleichzeitig abgeschirmt.

Nun wird in einem ersten Schritt lediglich eine moderate Erweiterung des Parkplatzes angestrebt, für die zunächst kein eigener Lärmschutz gebaut werden müsste, wie die Erste Beigeordnete Petra Berges erläuterte. Auf längere Sicht würde die Erweiterung nach wie vor nötig, und dann werde man den Parkplatz-Lärm mit den Ergebnissen zum Straßenlärm in Verbindung setzen, versicherte sie. Der Schutz der Anlieger werde entsprechend geplant.

Quelle: RP
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