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Geldern
Maßnahmen für Holländer See

Geldern. Zu viele Nährstoffe: Karpfen, Brassen und Welse müssen weichen.

Der Holländer See ist in einem sehr schlechten Zustand. Zu viele Nährstoffe. Zu viele Algen. Zu wenig Sauerstoff. "In manchen Monaten ist der Zustand wirklich besorgniserregend", erklärte jetzt ein Gutachter während der jüngsten Sitzung des Planungsausschusses. Dies sei auch durch diverse Wasser- sowie Sedimentproben des Seebodens belegt worden, die das von der Stadt beauftragte Institut im vergangenen Halbjahr entnommen habe. Vor allem in den Sommermonaten leiden Gewässer und Fische unter zu vielen Nährstoffen im See. Die wiederum sorgen für mehr Algenwachstum. Die wiederum könnten nicht von den Krebsen gefressen werden, weil die wiederum auf dem Speiseplan einiger Fische stehen.

Ein Kreislauf, der nun durchbrochen werden soll. Neben den bisherigen Maßnahmen wie Laub fegen und Fütterungsverbot durch die Menschen sollen sogenannte Friedfische wie Brasse, Karpfen und Welse als "Krebsfresser" aus dem Holländer See verschwinden. Sie sind nämlich auch verantwortlich dafür, dass immer wieder nährstoffreiches Phosphat als Nährstoff an die Oberfläche steigt, weil sie im Schlamm nach Nahrung suchen. Andere Fischarten bleiben dem zwischen zwei und 9,5 Meter tiefen Gewässer erhalten.

Auch eine Sicherung des Ufers soll einer Verschlammung des Gewässers entgegenwirken. Der Gutachter empfahl eine entsprechende Bepflanzung. Sollte diese beiden Maßnahmen erfolgreich sein, könnte ein Verfahren zur Bindung des Phosphats in der Tiefe zum Einsatz kommen, dass aber nicht näher erklärt wurde. Fest stehe aber laut Gutachter: Ein klarer Bergsee werde das Gewässer nie mehr.

(luk)
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