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Geldern
Mittelaltermarkt auf Schloss Walbeck

Geldern. Gaukler und Spielleute, altes Handwerk zur Leier-Musik, Hökerei, Schmiedekunst und warmes Brot aus dem Backofen: Auf Schloss Walbeck wird's historisch.

An zwei Sommer-Wochenenden versetzt sich Schloss Walbeck in ein nicht ganz so finsteres Mittelalter. Am 30. und 31. Juli und am 6. und 7. August ist der "Internationale Mittelaltermarkt" mit Handwerk, Gaukeleien, Musik, Dichtkunst und bodenständigen Genüssen.

Unter anderem werden fast vergessene handwerkliche Tätigkeiten präsentiert. Zum Beispiel gibt es eine Kunstschmiede und einen Gürtelmacher, der Riemen, Taschen und derlei Lederwaren vor Ort zuschneidet und anpasst. Die Besucher können dabei zusehen, wie Speckstein geschliffen wird, wie in der Seifensiederei Seife hergestellt wird oder wie das Kerzenziehen vonstatten geht. Am Spinnrad wird Wolle gesponnen, und in der "Perlenweberei" entsteht Schmuck.

Dazu können sich Leib und Seele an alter deutscher Küche erfreuen. "Ob Vegetarier oder Fleischfresser, der hungrige Besucher kann getrost auf Futtersuche gehen - und braucht noch nicht einmal eine Flinte, um sein Ziel zu erlegen", verkünden die Organisatoren. Unter anderem bringt eine historische Backstube den Duft warmen Brotes auf den Marktplatz: Zwischen reichlich Mehl und speziellen Zutaten wird da von Hand Teig gemischt und verarbeitet. "Der Zuschauer kann das spezielle Markttreiben mit Hökerei und Geschrei fast wie zu alten Zeiten erleben", beschreiben die Veranstalter. "Kinder lassen sich schminken oder klettern ins historische Karussell, das mit Muskelkraft bewegt wird, während die Eltern an der Taverne ein kühles Getränk genießen."

Dazu gibt's ein Unterhaltungsprogramm. "Tamino, der Gaukler" zieht als Herold, Gaukler und Musikant über den Markt. Er mischt sich unters Publikum und schlüpft in viele Rollen. Als Jongleur arbeitet er mit Keulen und Diabolos, als Narr verführt er bisweilen die Zuschauerinnen und spannt sie in seine Spiele ein. Als Musiker und Sänger spielt er verschiedene Instrumente, wie Flöten, Leier und Dudelsack. Dazu gibt er lustige und lustvoll musikalische Geschichten zum Besten.

"Igor, der Schlendrian" spielt als Meister der Vielseitigkeit und unterhält das Volk mit Lyrik und facettenreicher Musik von historischer Art. Die Spielleute von "Verus Viator" sind mit Liedern aus fernen Ländern und vergangenen Zeiten dabei. "Die Thekenspieler" sind eine Instrumentalgruppe, die Songs von Bands wie "Schandmaul", "In Extremo" und den "Streunern" im Programm haben. "Die Truwanten" aus den Niederlanden wiederum bringen Musik aus dem Mittelalter und der Renaissance, gespielt auf historischen Instrumenten des 13. bis 16. Jahrhunderts.

Die Band "Faelend" begeistert Fantasy-Fans nur an dem Juli-Wochenende mit Texten in Tolkiens Kunstsprache Elbisch. Mal melancholisch, mal rockig, mal sphärisch, mal fröhlich ist die Musik. "Die Habenichtse" singen "Mittelalter-Folk" über Liebe, Freiheit, die Leichtigkeit des Seins, das Trinken und das Feiern philosophieren. Sie sind nur am August-Wochenende da.

Start ist an allen Veranstaltungstagen um 11 Uhr am Vormittag auf Schloss Walbeck, Am Schloss Walbeck 31. Die Organisation liegt bei Hartmut Wächter von "Event, Deko and more" und Jörg Hellwig von Schloss Walbeck.

Quelle: RP
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