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Straelen
Neue Ideen für Straelens "Gemüseplatz"

Straelen: Neue Ideen für Straelens "Gemüseplatz"
Was passiert mit Straelens "Gemüseplatz"? FOTO: Vermessungsbüro Kleinbielen
Straelen. Für das Baugebiet an der Großmarktstraße sollen die Bürger ihre Anregungen einbringen. Vor dem Hintergrund neuer Erkenntnisse durch Gutachten ein weiterer Anlauf. Ausstellung soll Entwicklung und Chancen aufzeigen. Von Michael Klatt

Mit verheißungsvollen Attributen haben gerade Stadtplanungsexperten die große Freifläche an der Straelener Großmarktstraße versehen. Ein Filetstück sei das, hieß es über den "Gemüseplatz", den einstigen Standort der UGA-Versteigerung. Dort könne Straelens zweite Innenstadt entstehen. Damit das passiert, soll jetzt ein neuer Anlauf unternommen werden.

Denn außer der Tatsache, dass im Dezember 2014 das rund 80.000 Quadratmeter (acht Hektar) große Areal geräumt wurde, ist nichts Sichtbares geschehen. "Die Erwartungshaltung ist nach dem Abbruch der alten Gebäude hoch", umreißen Straelens Baudezernent Harald Purath und Michael Henn, der Geschäftsführer der für das Gebiet zuständigen Straelener Projektentwicklungsgesellschaft (SPG), die Wahrnehmung der Straelener. Die bekommen jetzt die Gelegenheit, ihre Wünsche und Vorstellungen einzubringen.

Dass es am "Gemüseplatz" nicht weiterging, hatte mit vielen Fragen zu tun, die nach dem abschließenden Gutachten vom Frühjahr 2015 abzuarbeiten waren. "Wir haben eine umfangreiche Vorstufe absolviert", erklärt Henn. Ein bedeutendes Problem war laut Purath der Lärmschutz zu den Gewerbebetrieben südlich des Plangebietes. Das Gutachten sah eine zwölf Meter hohe Wand im Süden des Areals vor. Gemeinsam mit den Anliegern habe man nun eine andere Lösung gefunden - eine sechs Meter hohe Wand oder ein langgestrecktes Gebäude für gewerbliche Nutzung, welches das dahinter liegende Wohngebiet vor den Emissionen der Firmen abschirmen soll.

Vor dem Hintergrund der neuen Erkenntnisse sollen jetzt noch einmal Ideen gesammelt werden. Dazu wird in der ehemaligen "Rappelkiste" im Haus Venloer Straße 34 eine Ausstellung aufgebaut. Vom 23. Mai bis zum 4. Juni ist dort zu sehen, was bisher in dem Baugebiet an der Großmarktstraße gelaufen ist, welche Probleme es gibt, wie der Stand der Dinge ist und wohin das Ganze gehen soll. Zu besichtigen ist die Ausstellung montags bis freitags von 15 bis 19 Uhr und samstags von 11 bis 13 Uhr. Die Besucher können ihre Vorstellungen dort notieren. Henn: "Von einem früheren Workshop mit Bürgerideen ist einiges in den Köpfen geblieben." Damals jedoch seien die Emissionseinflüsse noch nicht bekannt gewesen, die einige Einschränkungen für die Nutzung der Fläche mit sich brachten.

Die Auswertung der neuen Anregungen ist Aufgabe für Helmut Hardt vom Kevelaerer Büro Stadtumbau, der auch die Ausstellung organisiert. Die Ergebnisse wird er am Abend des 17. Juni während einer Info-Veranstaltung für alle Bürger vorstellen. Dann wollen die Partner Stadt und Voba Wohnbau GmbH das Projekt weiterführen. "Wir handeln gemeinsam", betont Baudezernent Purath und wendet sich gegen Gerüchte, die Voba habe wegen ihres 51-Prozent-Anteils an der SPG das Sagen. Es stehe nicht Gewinnoptimierung ganz oben. Ziel sei eine "schwarze Null", dass das Projekt sich selber trage.

Wenn die Ideen der Straelener Bürger für den "Gemüseplatz" zusammengetragen sind, muss nach Auskunft Puraths ein Entwurf für die Bebauung erstellt werden. Dieser kommt dann voraussichtlich nach den Sommerferien in den Fachausschuss und in den Stadtrat. Danach erfolgt der Einstieg in das Bebauungsplanverfahren.

Quelle: RP
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