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Straelen
Platz für den A-40-Anschluss

Straelen. In Herongen haben die Rodungen an der Böschung der Autobahn begonnen. Sie sind die Vorarbeiten für das auf absehbare Zeit teuerste Projekt in Straelen. Von Michael Klatt

Platz schaffen für das Großprojekt, das ist die Aufgabe der Firma Trautmann aus Essen. Sie hat vergangene Woche in Herongen mit den Rodungen an der Hoverstraße begonnen. Das sind die Vorarbeiten für den Bau der Rampen zum neuen Autobahnanschluss Niederdorf.

Für Straelen ist das auf absehbare Zeit das größte Vorhaben. Knapp 2,1 Millionen Euro bringt alleine die Stadt dafür auf. Rund 980 000 Euro sind für den Anschluss geplant. Noch einmal rund 1,1 Millionen Euro fließen in das Anbinden der Carl-Kühne-Straße an den Autobahnanschluss.

Erst Ratsbeschluss abwarten

Eile tat und tut Not. "Wir mussten erst abwarten, bis der Rat den Haushalt verabschiedete", berichtete Baudezernent Harald Purath. Noch in der Woche vor Beginn der Rodungsarbeiten schnitt der Baubetriebshof städtische Hecken, Sträucher und Bäume zurück, gerade rechtzeitig vor dem Beginn der Nistzeit. Dass die Essener Firma jetzt alles rodet und schreddert, was an Pflanzen an der Böschung der Autobahn 40 steht, ist laut Purath mit dem Kreis als Unterer Landschaftsbehörde abgesprochen.

"Die Natur ist wegen des harten Winters im Rückstand, deshalb ist der Kreis damit einverstanden, die Rodung in den ersten März-Tagen über die Bühne zu bringen." Acht bis zehn Tage wird die Maßnahme nach Einschätzung des Baudezernenten dauern.

Die Baumwurzeln bleiben noch im Boden. Das sei wegen der Stabilität der Böschungen notwendig, erklärte Purath. Erst wenn die eigentlichen Bauarbeiten beginnen, werden die Wurzeln entfernt. Im Mai sollen die Baumaßnahmen ausgeschrieben werden. Das betrifft nicht nur die Konstruktion der Auf- und Abfahrt, sondern auch den Ausbau der Hoverstraße ins Gewerbegebiet Niederdorf. Sie soll von jetzt drei Meter auf sieben bis 7,50 Meter verbreitert werden. "Eventuell nehmen wir die Hoverstraße sogar früher in Angriff als die Anschlussstelle, zumindest aber parallel", so Purath.

Zurzeit werde der Bauzeitplan erstellt. Voraussichtlich erfolgt der Spatenstich im August oder September. Sache des Baubetriebshofs ist das Umpflanzen von etwa 40 Linden an der Carl-Kühne-Straße. Sie müssen der Autobahnauffahrt weichen und finden Standorte anderswo im Stadtgebiet. Nach Auskunft von Baubetriebshofleiter Günter Pasch werden 20 Linden auf den Friedhof gesetzt, drei ins Industriegebiet Hetzert und zwei auf einen Grünstreifen bei Bofrost.

KOMMENTAR

Internet Frühere Berichte über den Autobahnanschluss unter www.rp-online.de/geldern

Quelle: RP
 
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