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Geldern
Rasante Radler auf Gelderns Pflaster

Geldern: Rasante Radler auf Gelderns Pflaster
Michael Rümmler von Prima Spielzeug mit den Teilnehmern am Junior Cup. Die Kinder bekamen viel Beifall. FOTO: Wensierski, Siegfried
Geldern. Die "Nacht von Geldern" erlebte gestern ihre siebte Auflage. Es war erneut eine Mischung aus Geschwindigkeit, Gassenhauern und Geselligkeit. Die Profis sorgten für sportliche Höchstleistungen. In den übrigen Rennen kam die Gaudi nicht zu kurz. Von Michael Klatt

Für Lukas Balters war alles wichtiger als die Fahrbahn direkt vor ihm. Immer wieder drehte der Zweijährige den Kopf nach links und rechts, als er mit seinem Rädchen auf das Zielband zurollte. Die Zuschauer klatschten, jubelten und feuerten den jüngsten Teilnehmer des Junior Cups an. Der hatte wegen der kurzen Beine und der kleinen Räder keine Chance gegen seine fünf älteren Konkurrenten. Doch die Herzen des Publikums hatte er im Nu erobert. Und wie alle jungen Fahrer bekam er von Michael Rümmler (Prima Spielzeug) ein gelbes T-Shirt als Belohnung.

Es war viel Gaudi dabei gestern Abend. Wie gewohnt bei der "Nacht von Geldern". Das Radrenn-Ereignis erlebte nach einjähriger Pause seine siebte Auflage. Die Mischung aus Geschwindigkeit auf dem Pflaster, Gassenhauern aus den Lautsprecherboxen und Geselligkeit auf den Zuschauerrängen stimmte wieder.

Für Rasanz sorgten die Radprofis schon bei dem Einzelzeitfahren. Wer gewinnen wollte, musste den Rundkurs vom Markt über Issumer Straße, Kapuzinerstraße, Breestraße und zurück zum Markt in weniger als einer Minute bewältigen. Der Gemütlichkeit hinter den Absperrgittern entsprach dann mehr das Gästefahren, für das sich elf Unerschrockene gemeldet hatten.

Der Aufzug einiger Teilnehmer machte deutlich, dass hier der Spaß an der Sache im Vordergrund stand. So saß Arno Nothen von den Stadtwerken auf einem Rad der Marke Miele, Baujahr 1953. "Das habe ich mir von der Großmutter meines Kollegen Roger Bruns ausgeliehen", sagte Nothen, der sich zudem in altmodischen Klamotten präsentierte. CDU-Fraktionsvorsitzender Johannes Leurs hatte ein GEL-Nummernschild unter den Lenker montiert. Hans Stevens, standesgemäß in rotem SPD-Leibchen, ermunterte die Bürger dazu, "mehr Sport zu treiben".

Auf die Frage von Moderator und Organisator Michael Zurhausen, ob die Promis denn eine oder zwei Runden fahren sollten, antworteten einige aus dem Publikum "fünf". Es wurden schließlich zwei Runden. Zur Hälfte der Distanz kristallisierte sich ein Vierkampf heraus. Bürgermeister Ulrich Janssen auf dem Rad in Gelderns Farben Rot-Gelb-Blau ward da schon nicht mehr gesehen. Doch kurz vor dem Zieleinlauf hatte er sich dem Feld wieder angeschlossen. "Ich habe kontrolliert, ob mit den Absperrungen alles in Ordnung ist", erklärte er seine zeitweilige Abwesenheit.

Voll auf der Höhe war Michael Bühs von den Niederrhein-Nachrichten. Er setzte sich im Schlussspurt gegen Nothen und den "Nierswasser-Mann" Heiko Neubauer aus Weeze durch.

Quelle: RP
 
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