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Geldern
Stadt Geldern dementiert Gerücht um Pläne zum City-Verkehr

Geldern. Die Gerüchte über angebliche Pläne der Stadtverwaltung für den Autoverkehr in der Gelderner Innenstadt gehen ins Detail. Demnach soll es Pläne geben, den Bereich der Innenstadt - Markt, Hartstraße, den unteren Teil der Bahnhofstraße - komplett für den Autoverkehr oder zumindest für Busse zu sperren. So würden Busse "außenrum" vom Bahnhof aus über den Westwall kurven, wo auch eine Haltestelle eingerichtet würde.

Heute ist der Westwall eine Einbahnstraße in die gegenläufige Richtung, das würde umgedreht. Die Parkplätze am Westwall, die viel von den Anwohnern genutzt werden, würden für die Durchfahrt und die Haltestelle geopfert.

Das klingt recht ausgefeilt. Stimmt aber nicht, versichert die Stadtverwaltung. Vielleicht liege es daran, dass im Rahmen des Integrierten Handlungskonzeptes für die Innenstadt ein Verkehrsgutachten erstellt werde, meint Stadt-Sprecher Herbert van Stephoudt. "Da wird die ganze Situation innerhalb der Wälle geprüft. Vielleicht kommt das Gerücht daher."

Denn unter anderem, so erklärt Bürgermeister Sven Kaiser, werde untersucht, "ob es möglich ist, die Hartstraße zu einer Teil-Fußgängerzone an Samstagen und Sonntagen zu machen. Solche Modelle gibt es in Holland". Konkrete Pläne dazu gebe es nicht. Sinn der Prüfung sei ja überhaupt nur, zu erfahren, was für Geldern Sinn machen könnte, und zwar auch unter Berücksichtigung des Öffentlichen Personennahverkehrs. "Ich möchte wissen: Welche Modelle gibt es, und was ist machbar?", so Kaiser.

Überhaupt sei die Hartstraße ein "Dauerthema", das immer mal wieder aufkomme, führt Herbert van Stephoudt weiter aus. Ab und an werde die Überlegung angestoßen, die dortige Einbahnstraßenregelung umzukehren. Konkret sei das aber nicht in der Diskussion.

Und nicht zuletzt habe es an der Bushaltestelle am Markt noch eine Fahrgastabfrage gegeben, so Bürgermeister Kaiser weiter. Damit wolle man abschätzen, welche Folgen der anstehende Umzug des Berufskollegs haben würde. Auch das könnte Irritationen ausgelöst haben.

Herbert van Stephoudt versichert: "Die autofreie Innenstadt ist nicht unser Ziel." Wobei die Stadtverwaltung ohnehin nichts auf eigene Faust in die Wege leiten könnte: Alle Beschlüsse müssten durch die Politik diskutiert und gefällt werden. Änderungen der Verkehrsführung und Ersatzhaltestellen für Busse gibt es natürlich ab und an: "Immer dann, wenn die Innenstadt gesperrt ist - Straßenmaler, Citylauf, Straßenparty", sagt van Stephoudt. Es gebe aber keinerlei Planungen für dauerhafte Änderungen.

(szf)
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