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Geldern
Stehlmann verlässt die Wirtschaftsförderung in Geldern

Geldern. Gelderns Wirtschaftsförderin Ute Stehlmann hört auf: Sie verlässt ihre Stelle zum Ende des Jahres. Sie wolle sich in Zukunft "gerne mit anderen Dingen beschäftigen", begründete die 56-Jährige den Schritt - und das jetzt, und nicht erst im Ruhestand. Sie habe "viele Interessensbereiche, die nicht direkt was mit Wirtschaftsförderung zu tun haben", sagt sie. Zusammen mit ihrem Büro im Rathaus verlässt sie auch ihren Chefsessel als Geschäftsführerin des Gelderner Gründerzentrums.

Einen konkreten Anlass, gerade jetzt zu kündigen, habe es nicht gegeben. Sie habe sich den Schritt "einfach in Ruhe überlegt", sagt Stehlmann: "Eigentlich ist es eine ganz persönliche Entscheidung."

Sie werde ihre Aufgaben zum Ende des Jahres ziemlich genau zehn Jahre lang erfüllt haben, das sei ein guter Zeitabschnitt. Sie habe viele Projekte anstoßen und begleiten können. Und: "Ein Jahresende ist ein guter Moment, um einen Schnitt zu machen."

Ende 2015 hatte die Wirtschaftsförderin mögliche Rückzugsgedanken auf Anfrage noch weit von sich gewiesen. Heute erklärt sie, die Zeit sei seinerzeit noch nicht reif gewesen, um ihr Vorhaben öffentlich zu machen.

Ob sie sich beruflich neu aufstellen will und falls ja, in welche Richtung das gehen würde, lässt sie offen. "Ich werde neue Inhalte und spannende Aufgaben für mich haben", stellt sie lediglich fest. Als Beispiel nennt sie künstlerisch-kreative Ambitionen. Aber: "Ich strebe nicht unmittelbar eine Vollzeitbeschäftigung in dieser Richtung an." Sie stellt auch die Möglichkeit einer Selbstständigkeit in den Raum.

Stehlmanns Stelle im Rathaus werde jetzt innerhalb der Stadtverwaltung ausgeschrieben, "die Ergebnisse müssen wir abwarten", so Bürgermeister Sven Kaiser. Neben der Verwaltung habe auch die Politik über die Personalie zu befinden.

Für den Prozess dürfte sich Tim van Hees-Clanzett bereits in vielversprechende Stellung gebracht haben. Er ist bereits jetzt im Bereich der Wirtschaftsförderung tätig und ist neben anderen Feldern für das Leader-Projekt zuständig. Sven Kaiser: "Er wäre sicherlich eine geeignete Person."

(szf)
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