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Geldern
Besucher aus "Mittelerde" in Pont

"Tolkien Tag" in Pont
"Tolkien Tag" in Pont FOTO: Gerhardt Seybert
Geldern. Dieses Jahr verwandelt sich der ganze Ortskern in eine Fantasy-Welt. Der Tolkien-Tag am Niederrhein steht an. Die Veranstaltung ist mittlerweile eine der größten. Workshops zu Met-Brauen und Bogenschießen. Viele Elben erwartet. Von Antje Seemann

Die Tolkien-Landschaft am Niederrhein wächst. Einmal im Jahr ruft die Deutsche Tolkien Gesellschaft Fantasy-Liebhaber und Fans von "Herr der Ringe" ins Gelderland - zum Tolkien-Tag am Niederrhein. Dieses Jahr fällt die Veranstaltung auf das Wochenende nach Pfingsten, nämlich auf Samstag, 21., und Sonntag, 22. Mai.

Mittlerweile ist der Tolkien-Tag eine riesige Veranstaltung und erstreckt sich über den gesamten Ortskern von Pont. Die einzelnen Orte wurden nach Landschaften aus J.R.R. Tolkiens "Hobbit" und "Herr der Ringe" benannt: Bockland mit dem Brandy-Schloss, Michelbinge, Wasserau und Hobbingen. Sebastian Kleinen von der Deutschen Tolkien Gesellschaft hat die Veranstaltung wachsen sehen. Er freut sich, dass diese "Reise nach Mittelerde" hier so gut ankommt: "Das ist eine schöne Sache, wenn man sieht, dass man was bewegt hat." Dass ausgerechnet Geldern in den vergangenen Jahren zum Treffpunkt für Elben und Orks wurde, hat nicht nur damit zu tun, dass Kleinen selbst aus Geldern kommt: "Wir haben hier große Zustimmung aus der Bevölkerung und werden auch von den Vereinen unterstützt."

Dabei kommen die Besucher nicht nur vom Niederrhein oder aus Nordrhein-Westfalen. Deutschlandweit finden sich die Tolkien-Jünger hier zusammen. Sogar Besucher aus dem benachbarten Ausland sind mit dabei. Aus der Schweiz, aus Luxemburg - und "die Niederlande sind hier auch immer stark vertreten", sagt Kleinen. 2900 Besucher waren im vergangenen Jahr beim Tolkien-Tag am Niederrhein. Für dieses Jahr erwartet Kleinen sogar noch mehr: "Das stellen wir schon ein. Die 3000 sollten wir schaffen." Bei einem Festival dieser Größe ist die Planung mittlerweile ziemlich aufwendig geworden, erzählt Kleinen: "Zehn Leute kümmern sich um die Organisation. Und die geht eigentlich schon direkt nach der letzten Veranstaltung wieder los. An den Tagen selber sind dann um die 300 Leute hier involviert."

Besonders, weil mit dem Ende der Hobbit-Con und der Ring-Con in Bonn zwei andere große Tolkien-Events weggefallen sind. In der Größenordnung ist der niederrheinische Tolkien-Tag in Pont nun der einzige. Bei einem Blick auf das Programm geht jedem Fan das Herz auf: Das Gelände wurde in diesem Jahr wieder vergrößert. Auf den Wiesen vor der St.-Antonius-Kirche gibt es einen Freimarkt. Die ehemalige Gaststätte Lemkes Hof wird zum "Grünen Drachen". Dort gibt es Vorträge und Spielrunden mit Ständen verschiedener Spielverlage. Dazu gibt es noch Vorträge, unter anderem von Frank Weinreich, Oliver Bidlo und Betty Finke. Außerdem eine Lesung von Myk Jung aus seiner Hobbit-Parodie "Hobbknick". Neu in diesem Jahr: ein Elbenlager den Tolkien-Tag bereichern. "In den vergangenen Jahren sind immer viele Orks durch die Gegend gelaufen. Jetzt haben wir viele Elben mit dabei, die denen Paroli bieten", lacht Kleinen. Für den Besucher gibt es Informationen von kurios bis wissenschaftlich rund um den Erfolgsautor J.R.R. Tolkien - und auch ein Quiz mit fantastischen Preisen sowie einen Malwettbewerb für Kinder. Allerdings ist auch Programm für den gemeinen Interessierten mit dabei: In Workshops kann man unter anderem das Met-Brauen wie Beorn, das Schneidern wie Rosie, Bogenschießen wie Legolas oder Tanzen wie Lúthien erlernen oder die virtuelle "Mittelerde" erforschen. Neu ist ein historischer Jahrmarkt mit einem handbetriebenen Karussell.

Die Gelderner Band Faelend wird bereits am Freitag mit einem Konzert auf der offiziellen Eröffnungs-Party auf Schloss Walbeck das Wochenende eröffnen. Das Schloss ist in diesem Jahr Partner bei den Übernachtungen und wird auch im Anschluss am Samstag ab 22 Uhr Programm anbieten.

Für Kinder lässt der "Waldritter"ein Hobbit-Lager entstehen, in dem Aktionen laufen wie etwa Wettbewerbsspiele, Geschichten erzählen und Essen zubereiten. Am Samstag gibt es ab Einbruch der Dunkelheit ein Feuerwerk. Auf der Speisekarte stehen übrigens internationalen Spezialitäten aus "Mittelerde".

Quelle: RP
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