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Geldern
Über Hindernisse zum Löscheinsatz

Geldern: Über Hindernisse zum Löscheinsatz
Die 18 Jugendfeuerwehr-Gruppen kämpften um die Teilnahme an der Deutschen Meisterschaft. FOTO: Gottfried Evers
Geldern. Kranenburg erwies sich als guter Gastgeber der Landesausscheidung der Deutschen Jugendfeuerwehr. Es gab starke Leistungen für die Nachwuchsorganisation. 18 Gruppen waren aus ganz NRW zum Wettkampf angereist. Von Franz Schmitz

Kleve Mit dem Element Wasser können sie umgehen. Das stellten die 18 Gruppen, die am Wochenende aus ganz NRW zur Landesausscheidung der Deutschen Jugendfeuerwehr in den Kranenburger Ortsteil Nütterden angereist waren, deutlich unter Beweis, da sie den widrigen Witterungsverhältnissen bei ihren Wettkämpfen trotzen. Als Wasserentnahmestelle diente im Teil A der "Trockenübung" der Unterflurhydrant, von dem aus eine Schlauchleitung zur Pumpe gelegt werden musste. Von hier aus galt es, eine zweite Schlauchleitung durch einen fiktiven Wassergraben in Richtung Einsatzstelle zu verlegen.

Nun noch den Verteiler setzen und drei weitere Leitungen zu den jeweiligen "Brandabschnitten" legen, wobei auf dem Weg dorthin eine Leiterwand zu überwinden war, durch einen Tunnel gekrochen werden musste und zu guter Letzt noch eine Hürde zu überklettern war, ehe der Trupp mit einem Strahlrohr die "Brandbekämpfung" vornehmen konnte.

Pause? Weit gefehlt, denn der Gruppenführer erteilte zudem zwei Trupps den Auftrag, an einem Gestell noch Knoten anzulegen. Erst dann war Teil A des Wettbewerbes erledigt. Und wer A sagt, muss bekanntlich auch B sagen. Und dieser Teil bestand auf dem Sportgelände Haferkamp aus einem Staffellauf, bei dem zusätzlich ein C-Schlauch aufgerollt werden musste, ein Wettkämpfer bei der Staffelübergabe von der Krankentrage aufstand, Jacke, Helm, Gürtel und Handschuhe anzog, auf dem Weg zum Ziel mit einem Zweiten ein Strahlrohr an einen Schlauch ankuppelte, wobei das Strahlrohr mittels Leine mit einem Knoten zu sichern war.

Nun noch am Ende einen Leinenbeutel durch ein acht Meter entferntes Ziel werfen, fertig. Aus Sicherheitsgründen entfiel der Balanceakt auf einem Schwebebalken. Während Teil A möglichst ohne Fehler absolviert werden musste, erzielte im Teil B die schnellste Gruppe die Höchstpunktzahl.

Trotz anhaltendem Regen war die Stimmung gut, kämpften die Gruppen, was das Zeug hielt. Schließlich hatten sie ein Ziel vor Augen: die Deutschen Meisterschaften Anfang September im rheinland-pfälzischen Montabaur. Dorthin dürfen nun die Jugendfeuerwehr (JF) Stemwede Drohne-Dielingen (Minden-Lübbecke) sowie Petershagen-Lahde fahren. Aus dem Kreis Kleve belegte die JF Schaephuysen I Platz 5, Kranenburg Platz 10, Schaephuysen II Platz 14, Kleve Platz 15 und Weeze Platz 18.

Neben doch zahlreichen Zuschauern zeigten sich unter anderem Landrat Wolfgang Spreen, Landesjugendfeuerwehrwart Ralf Thier, Kreisbrandmeister Paul-Heinz Böhmer, der Leiter der Kranenburger Feuerwehr Norbert Jansen und Bürgermeister Günter Steins und viele seiner Amtskollegen von den Leistungen der Jugendfeuerwehren beeindruckt.

Damit waren sie ohne Zweifel auf dem besten Wege, sich nach erfolgreicher Ausbildung nahtlos in den Freiwilligen Dienst der jeweiligen Ortswehren einzufügen, um dort als dringend benötigter Nachwuchs bei Not und Gefahr zu helfen. Kompliment an die Jugendfeuerwehr der gastgebenden Gemeinde Kranenburg um deren Leiter Hermann-Josef Baumeister sowie die zahlreichen ehrenamtlichen Helfer. Sie zogen rund um diese Landesausscheidung sämtliche Register, damit die fairen Wettbewerbe problemlos über die Bühne gehen konnten.

Quelle: RP
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