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Gelderland
Unwetter: Kein Geld für Geldern

Gelderland: Unwetter: Kein Geld für Geldern
Sven Kaiser, Bürgermeister der Stadt Geldern. FOTO: Van OFFERN
Gelderland. Noch immer warten viele Landwirte auf die Soforthilfe nach dem Unwetter. Wie berichtet, hat das Land eine Entschädigungssumme für Opfer des Starkregens versprochen. 253 Bauern hatten im Kreis Kleve einen Antrag auf Soforthilfe gestellt. 84 davon sind bewilligt worden, bei 149 Landwirten wartet die Kreisverwaltung noch auf die Erklärung der Landwirte, dass ihre EU-Beihilfe (DE-Minimis) in den vergangenen zwei Jahren 15.000 Euro nicht überstiegen habe.

Außerdem musste der Kreis 20 Landwirten eine Ablehnung schicken - sie wohnen nämlich nicht in den fünf Kommunen, für die das Land Entschädigung zahlt. Nur wer in Kevelaer, Rees, Straelen, Uedem und Wachtendonk wohnt, darf auf Soforthilfe hoffen. Das hatte für viel Kritik gesorgt und Protesten beim Land. Offenbar ohne Erfolg. Denn weiterhin sollen nur Privatleute und Landwirte aus den betreffenden fünf Kommunen Geld bekommen. "Das ist sehr bedauerlich", sagt Gelderns Bürgermeister Sven Kaiser. "Es ist nicht zu verstehen, warum nicht der jeweilige Schaden geprüft wird, sondern die Soforthilfe nach Gemeindegrenzen verteilt wird." Das könne nicht in Ordnung sein.

Kritik an der Fünf-Kommunen-Regelung war auch von den Landwirten gekommen. Bestimmte zeitliche und räumliche Kriterien seien ausschlaggebend dafür gewesen, welche Kommunen für die Soforthilfe vorgesehen werden, erläuterte Marlen Mailänder vom Innenministerium. Man habe den Regionen helfen wollen, die besonders große Belastungen gehabt hätten. "Zugrunde gelegt wurden die Kriterien Niederschlagsmenge, Einsatzhäufigkeit und Überflutung aus Flussläufen", heißt es im Erlass des Innenministeriums. Zudem müssten die Schäden im Zeitraum 31. Mai bis 8. Juni liegen. Das Land arbeite gerade an einer Richtlinie, um festzulegen, wie in der Zukunft mit solchen Härtefällen umzugehen ist.

(zel)
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