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Geldern
Vom Schlagloch bis zur Schultoilette

Geldern. Industriegewerkschaft BAU Duisburg-Niederrhein fordert Investitionen.

Keine Schlaglöcher und nur noch intakte Schultoiletten: Von der "heilen Infrastruktur-Welt" ist der Kreis Kleve noch weit entfernt. Dieses Fazit zieht die Industriegewerkschaft BAU Duisburg-Niederrhein. "Reparieren, sanieren, neu bauen - es gibt immer eine kommunale To-Do-Liste. Wichtig ist, dass sie nicht zu lang wird. Von der Kita bis zur Schule, von der Brücke bis zur Bushaltestelle, vom Kanal bis zur Straße - jeden Tag bröckelt etwas weg. Es verwittert, nutzt sich ab", sagt Friedhelm Bierkant.

Der Bezirksvorsitzende der Handwerker-Gewerkschaft IG BAU appelliert an die heimischen Kommunalpolitiker, darauf zu achten, dass "der Kreis Kleve nicht von der Substanz lebt". Es bringe nichts, notwendige Investitionen auf die lange Bank zu schieben. "Für Autofahrer und Radfahrer ist jedes Schlagloch, das jetzt im Herbst nicht beseitigt wird, in ein paar Monaten umso schlimmer. Wenn der Winter erst einmal vorbei ist, wird es nämlich noch größer und noch tiefer sein", warnt Bierkant.

Von der Dachreparatur bis zum Fassadenanstrich, vom neuen Pflaster bis zur energetischen Sanierung - viele notwendige Arbeiten gehörten rasch in die Auftragsbücher von Bauunternehmen, Garten- und Landschaftsbauern, Dachdeckern und Malermeistern im Kreis Kleve, so die IG BAU.

Eine jetzt vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) vorgestellte Untersuchung zu kommunalen Investitionen hat ergeben, dass im Kernhaushalt des Kreises Kleve 141 Euro pro Kopf und Jahr für die öffentliche Infrastruktur ausgegeben wurden.

Zum Vergleich: Der bundesweite Durchschnitt der Pro-Kopf-Investitionen aller Städte und Landkreise lag im vorletzten Jahr bei gut 270 Euro.

Quelle: RP
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