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Issum
Winzige Sehenswürdigkeiten im His-Törchen

Issum: Winzige Sehenswürdigkeiten im His-Törchen
Ein Besucher sieht sich im Issumer His-Törchen die winzige Drechslerwerkstatt von Hermann Straeten an. FOTO: Seybert
Issum. Zur Eröffnung einer besonderen Ausstellung lud der Arbeitskreis His-Törchen gestern ein. Der Gelderner Hermann Straeten und Helga Sadowski aus Duisburg präsentieren dort unter dem Titel "Miniaturen - Gegenstände im Kleinstformat" bis Ende Januar ihre Arbeiten.

Die Ausstellungseröffnung übernahm der neue Issumer Bürgermeister Clemens Brüx: "Ich habe mir sagen lassen, bei vielen Arbeiten muss man zweimal hingucken, eventuell sind sogar Lupen angesagt. Meine Neugierde ist jedenfalls geweckt." Auch Brigitte Viefers, Sprecherin des Arbeitskreises, zeigte sich begeistert: "Ich finde diese Ausstellung nicht nur vorweihnachtlich passend, sondern auch zauberhaft. Unfassbar, wie Menschen so viel Geduld aufbringen können."

Straeten befasst sich seit 30 Jahren mit seinen Drechselarbeiten und präsentiert viele Exponate, die meisten nicht größer als ein Eurostück. Winzige Uhren, Musikinstrumente, Schalen oder Becher: Bei vielen der winzig kleinen Drechselarbeiten im Format 1:12 lässt sich ihre volle Schönheit nur durch eine Lupe oder direkt vor den Augen erkennen. In Bezug auf das Material sind kaum Grenzen gesetzt. Bernstein, Knochen, Samen der Bismarkpalme, Steinnüsse, Raffia-Nüsse und vieles mehr wurden so zu kleinen Kunstwerken. Mit neun seiner Arbeiten ist Straeten sogar im Guinness-Buch der Rekorde vertreten. Im His-Törchen drechselte er kleine Tannenbäumchen und bewies so sein Können. Eine kleine von ihm gestaltete Drechslerwerkstatt stand besonders im Interesse des Publikums.

Helga Sadowskis Liebe gilt vor allem der Herstellung von Puppen im Maßstab 1:12. Im His-Törchen zeigt die mehrfache Eurodoll-Siegerin ganze märchenhafte Szenen nach literarischem Vorbild wie "Oliver Twist", "Die Schöne und das Biest" oder "Das Phantom der Oper". Darüber hinaus fertigt sie Puppen mit Gesichtern nach Fotos. Auch hier gilt es, genau hinzusehen, um die vielen versteckten, liebevollen Details zu entdecken. Die Künstlerin verdeutlichte: "Möglich ist im Prinzip alles. Ich habe schon Sachen gesehen, die habe ich selbst nicht für möglich gehalten."

Wer sich die Miniaturen selber ansehen möchte, hat dazu noch bis zum 31. Januar nach Vereinbarung (Telefon 02835 1024) oder im Rahmen der Öffnungszeiten des His-Törchens Gelegenheit: Dienstag bis Donnerstag 8.30 bis 12.30 und 14 bis 15.30 Uhr; freitags 8.30 bis 12.30 Uhr und sonntags von 11 bis 13 und 15 bis 17 Uhr. Der Eintritt zur Ausstellung ist frei.

(ym)
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