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Marius Reuters
135 Kilometer laufen für Kinderhospiz

Marius Reuters: 135 Kilometer laufen für Kinderhospiz
Initiator Marius Reuters (links) stammt aus Weeze, daher startet der Lauf in der Gemeinde. Tim Scholz gehört mit zum Organisationsteam. FOTO: privat
Goch. Am Samstag startet der Spendenlauf ab Weeze. Der Erlös ist für das Regenbogenland in Düsseldorf.

Auf dem Cyriakusplatz fällt am Samstag der Startschuss für den 135 Kilometerspendenlauf zum Kinder- und Jugendhospiz Regenbogenland in Düsseldorf. Wie kam es zur Idee?

Marius Reuters Ursprünglich stammt die Idee aus dem Jahr 2013 von Björn Schäfer. Damals bin ich mit ihm und der Spendendose ab Bad Laasphe bis zum Hospiz Regenbogenland gelaufen. Das brachte 6000 Euro an Spenden. Im vergangenen Jahr konnten wir bei einem 210 Kilometer Spendenlauf von Brilon nach Olpe sogar die 10 000 Euro Marke knacken. Für mich war sofort klar, diese Veranstaltung muss wiederholt werden.

Warum startet die 135-Kilometer-Tour ab Weeze?

Reuters Ich bin gebürtig aus Weeze und habe von einem jugendlichen Weezer erfahren, der in dem Hospiz einige Zeit verbracht hat. So kommt die Verbindung zustande.

Warum sind Spenden für das Hospiz so wichtig?

Reuters Kinder, die eine unheilbare Erkrankung oder eine schwere Behinderung und dadurch eine eingeschränkte Lebenserwartung haben, haben einen Anspruch auf vier Wochen Hospiz im Jahr. Die Kosten für den vierwöchigen Aufenthalt übernehmen die Krankenkassen allerdings nur für das erkrankte Kind, nicht für Familienangehörige. Damit Eltern und Geschwister mit dem erkrankten Kind zusammen sein können, sind Spenden notwendig. Somit müssen rund 75 Prozent der Kosten des Hospizes durch Spendengelder gedeckt sein.

Was ist der Unterschied zum Erwachsenenhospiz?

Reuters Die Kinder können vier Wochen mit ihren Eltern und den Geschwistern im Hospiz leben, werden medizinisch versorgt, und die Familie hat dadurch einfach Zeit füreinander. Eltern können es sich leisten, ein Buch zu lesen, Geschwisterkinder werden extra betreut. In Düsseldorf befindet sich außerdem gerade ein Jugendhospiz im Aufbau, für alle, die zu alt für das Kinderhospiz sind.

Wie funktioniert der Spendenlauf?

Reuters Wer mitläuft, kann sich für jeden gelaufenen Kilometer von Freunden, Bekannten, Firmen sponsern lassen. Jeder kann mitmachen. Die Strecke ist aufgeteilt in drei Tage, auf drei Etappen. Die ersten beiden Etappen betragen 50 Kilometer, die dritte 35 Kilometer. Keiner muss alle Etappen laufen. Wir haben Sanitäter, Physiotherapeuten und Begleitfahrzeuge dabei, so dass Läufer auch schon nach 20 Kilometern aussteigen können. Das Startgeld beträgt 30 Euro, um die Kosten des Laufs zu decken. Sämtlicher Überschuss wird dem Regenbogenland gespendet.

Kann man sich noch anmelden?

Reuters Ja, bis Freitag. Am besten per Mail an meine Adresse: marius@km4kids.de. Anmeldungen wären gut, denn von den 30 gemeldeten Teilnehmern sind einige kurzfristig abgesprungen.

Sind Zuschauer zum Anfeuern erwünscht?

Reuters Ich würde mich freuen, wenn viele Besucher zur Startveranstaltung erscheinen. Denn es ist mir wichtig, dass man die Leute aufmerksam macht auf die Kinderhospizarbeit. Hierzu bieten wir am Samstag für geringes Geld auch auffällig grüne Schnürsenkel an, damit die Besucher auch nach dem Lauf noch angesprochen werden und von der Aktion berichten können. Ab 9 Uhr haben wir ein kleines Rahmenprogramm auf dem Cyriakusplatz mit Musik, Brötchen und Kaffeeverkauf, auch für den gute Zweck. Startschuss für den Lauf ist um 10.30 Uhr. Einen Tag später ist ab 9 Uhr der Lauf von Alpen nach Osterrath. Die letzte Etappe führt am Montag von Osterrath zum Kinderhospiz nach Düsseldorf.

DIE FRAGEN STELLTE BIANCA MOKWA.

Quelle: RP
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