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Goch
Beste Stimmung bei Prunksitzung der GGK

Goch: Beste Stimmung bei Prunksitzung der GGK
Der Gocher Musikverein wurde für "hervorragende Verdienste um den niederrheinischen Karneval" ausgezeichnet. FOTO: Evers, Gottfried (eve)
Goch. Nicht nur Büttenredner Sven Tekath wurde im Kastell vom Publikum mit einer Rakete belohnt. Weitere Höhepunkte waren der Besuch des Prinzenpaares und die Ordensübergabe an den Gocher Musikverein. Von Manfred Kotters

Ist das ein Ordensträger! Bei der Prunksitzung der 1. GGK Rot-Weiß bewies der Gocher Musikverein, dass er den "Orden für hervorragende Verdienste um den niederrheinischen Karneval" völlig zu Recht erhalten hat. Passend in rot-weiß produzierten sie wie von selbst massenweise tanzende Jecken mit wedelnden Händen - Stühle wurden zur Deko. Klar, dass da eine zischende Rakete fällig war. Das rappelvolle Kastell war aber auch in Feierlaune. Ein Beispiel gefällig? Bei der Kölner Gruppe "Sing-Da-Brassa-Brumm" stand Alt-Bürgermeister Willi Vaegs dirigierend auf einem Stuhl und hatte das Publikum voll im Griff.

Natürlich durften auch die Rot-Weiß-Spezialitäten nicht fehlen: die weit über Gochs Grenzen bekannten Tanzgruppen. Ob Bambinis, Minis, Teenies, Juniorinnen oder die Funkengarde, ausgefeilte und teils waghalsige Tanzfiguren sowie Superkostüme ließen nicht nur die Männerherzen höher schlagen. Der Showtanz der 1. GGK Rot-Weiß "Spirit of Africa" ist sogar mit einer Rakete in die Annalen des mittlerweile 60-jährigen Vereins eingegangen.

Eine umjubelte Bütt bot Sven "Teki" Tekath mit seinen Wortspielereien. FOTO: Evers, Gottfried (eve)

Achim Verrieth präsentierte als neuer Sitzungspräsident ("Et krebbelt mächtig!") routiniert ein kurzweiliges Programm, dass die Zeit nur so verflog. Zu später Stunde wechselte er als "Catweazel 2.0" aus dem Elferrat kurzerhand wieder in die Bütt - seine "alte" Heimat.

Für seine Tochter Christina ist das (noch) die neue Heimat. Als "Christina auf Tour" trat sie aber voll in die Fußstapfen ihres Vaters.

Ja, ja, die Bütten! "Schlitzohr" Jörg Günzel nutzte seine Narrenrolle, um unverblümt Wahrheiten, die "Normalos" lieber vermeiden, auszusprechen. Noch bissiger zeigte sich Jörg Lang als "Zeitungsjung'", der immer wieder seufzen musste: "Gocher Lokalpolitik - man denkt echt: die haben 'nen Tick". Parkplätze, Flüchtlinge oder der neue Bürgermeister ("Knickrehm soll es richten, kennt sich als Richter ja aus mit krummen Geschichten") - 2015 ist er wahrlich mit offenen Augen durch Goch gegangen.

Annegret Schlönske schilderte ihre Erlebnisse auf der Aida so gekonnt glaubwürdig, dass das Publikum wie gebannt an ihren Lippen hing und sie am Schluss mit einer Rakete belohnte. Eine Bütt der Extraklasse (klar war auch da eine Rakete fällig) bot "Teki" (Sven Tekath) mit seinen vielen Wortspielereien. Eine davon: "Boten sind meistens geschickt". Sätze, die man erst mal sacken lassen muss.

Ohne Pferde aber mit Pauken und Trompeten kam schließlich das Gocher Prinzenpaar Johannes III. mit seiner Lieblichkeit Yvonne II. vom Club der Pferdefreunde. Ein rot-weißes Meer auf der Bühne von Rot-Weiß - ein tolles Bild! Der außergewöhnliche Gardetanz war mit Elementen von Willi Millowitsch und Blues Brothers bestückt - einfach fantastisch!

Quelle: RP
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