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Goch-Asperden
Eine Zeitreise ins Kloster Graefenthal

Goch-Asperden: Eine Zeitreise ins Kloster Graefenthal
Musik (nicht nur) aus dem 13. Jahrhundert gehörte zu der Zeitreise beim Ostermarkt im ehemaligen Klostergut Graefenthal. FOTO: Klaus-Dieter Stade
Goch-Asperden. Mittelalterlicher Ostermarkt auf dem Gelände des ehemaligen Guts in Asperden lockte mit Musik und Ritterspielen drei Tage lang viele Gäste an. 500 Darsteller des Spektakels kamen aus ganz NRW, Immer mehr Händler und Künstler. Von Sabrina Peters

In eine andere Zeit tauchten über die Festtage die Besucher des Ostermarktes auf dem Gelände des ehemaligen Kloster Graefenthal ab. Sie konnten die Zeit des frühen Mittelalters im Jahre 1248 kennenlernen. 50 Marktstände mit allerlei Hab und Gut aus dem Mittelalter sowie kulinarischen Köstlichkeiten hatten sich rund um den großen Marktplatz positioniert, um die Gäste in diese Zeit zurückzuführen. Mittelalterliche Musik von internationalen Gruppen und spannende Ritterkämpfe rundeten das Angebot für die Besucher ab.

Der Ostermarkt sei über die vergangenen Jahre immer größer geworden, berichtet Eventmanagerin Irma Hogendoorn, welche unter anderem den Ostermarkt und das Mittelalterfest im September jährlich organisiert. "Wir haben jedes Mal mehr Händler und Künstler dabei, die ausstellen. Es werden auch immer mehr Besucher. Wir rechnen in diesem Jahr beim Ostermarkt mit mehreren Tausend übers ganze Wochenende", so Hogendoorn.

Besonders stolz sei sie jedoch auf die 500 Reenactors, die in den drei Tagen auf dem Gelände des Kloster Graefentals wie im Mittelalter gelebt und in Zelten geschlafen haben. "Es spricht sich herum, wo es solche Feste gibt und welches empfohlen werden kann. So kommen zu unserer Veranstaltung jedes Mal mehr Reenactors aus ganz Nordrhein-Westfalen", sagt Hogendoorn. Zwei von den 500 Darstellern des frühen Mittelalters beim Ostermarkt waren Anne Hütten und Robert Roß aus Mönchengladbach. Hütten reist bereits seit 2008 zu Mittelaltermärkten, für Roß begann mit dem Markt auf dem Gelände des Kloster Graefenthals seine erste Saison. "Für uns ist das wie ein kurzer Urlaub. Es ist unheimlich entspannend einfach mal ohne Handy und Elektronik zu leben und ohne dass diese Dinge fehlen. Im Alltag lernt man sie dann auch wieder mehr zu schätzen", sagen die beiden während sie gerade auf einer offenen Feuerstelle kochen. "Das geht nicht so schnell wie zu Hause. Das Feuer muss erst eine bestimmte Temperatur haben, damit das Wasser anfängt zu kochen", erklärt Roß. Weil es am einfachsten zuzubereiten und die einfachste Art sei, viele Menschen satt zu bekommen, sei das Kochen von Suppen und Eintöpfen die beliebteste Variante. Viele der Dinge, die zur Zubereitung von Speisen nötig sind, konnten die Teilnehmer und Besucher derweil auf dem Markt bekommen. Dort stellte auch Dragal der Rinkenschläger seine mittelalterlichen Schmuckstücke aus. Der Handwerker verkaufte auf dem Ostermarkt unter anderem Handtaschen, Gewandnadeln und naturgetreue Gürtelschnallen aus dem Mittelalter. "Die Gürtelschnallen zum Beispiel empfinde ich archäologischen Funden möglichst historisch genau nach", erzählt er. Auf über 20 Märkten im Jahr stellt er diese dann aus. "Meine Kunden sind zum größten Teil die Reenactors, die hier lagern", sagt der Handwerker aus Sprockhövel, dessen Saison auf dem Gelände Kloster Graefenthals mit dem mittelalterlichen Ostermarkt erst richtig begann.

Quelle: RP
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