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Goch
Kolpingsfamilien vor der Kamera

Goch: Kolpingsfamilien vor der Kamera
Sogar das berühmte Hollywood-Schild war auf Graefenthal zu sehen. Einer der Filmtitel lautete "Die Jungs retten die Welt gegen die bösen Väter". FOTO: GOTTFRIED EVERS
Goch. Rund 160 Teilnehmer hatte das 41. Vater-Sohn-Zeltlager der Kolpingsfamilien des Kreises Kleve. Veranstaltungsort am Wochenende war diesmal Gut Graefenthal in Goch, das Motto lautete "Hollywood Hills". Von Monika Hartjes

Seltsame Gestalten waren am Samstag auf der Wiese um Kloster Graefenthal zu sehen: Da liefen ein Waschbär und ein Mann mit silbernem Hut, ein Junge mit Antennen am Kopf, ein Ninja-Krieger und ein Astronaut mit Papp-Rakete. Alle gehörten zum "Vater und Sohn"-Zeltlager der Kolpingsfamilien des Kreises Kleve, das am Wochenende zum 41. Mal stattfand, diesmal wieder in Goch. Und da das diesjährige Motto "Hollywoods Hills" hieß, wurden natürlich auch Filme gedreht. Väter und Söhne wurden zu Schauspielern und schlüpften in verschiedene Rollen.

Am Freitag begann das Zeltlager mit 160 Teilnehmern, je zur Hälfte Väter (oder Großväter) und ihre Söhne (oder Enkel). Erste Aufgabe der Kolpingsfamilien, die aus Elten, Rees, Uedem, Geldern, Issum und Goch kamen, war es, sich ein Drehbuch auszudenken und einen Film zu drehen. Dazu gab es verschiedene Themen, unter anderem Western, Piraten, Mantel und Degen, Science-Fiction oder Fantasy.

Die Uedemer Kolpingsfamilie, die mit sechs Vater-Kind-Paaren am Zeltlager teilnahm, wählte "Science-Fiction". "Am Freitag haben wir das Drehbuch geschrieben unter dem Titel ,Die Jungs retten die Welt gegen die bösen Väter' und am Samstag den Film gemacht. Jeder hatte eine Rolle", erzählte Thomas Janßen, der mit seinem achtjährigen Sohn Marius zum fünften Mal dabei war. "Es ist etwas Besonderes, diese Vater-Sohn-Zeit hier", sagte er. Marius meinte: "Das Beste ist das Lagerfeuer, das lange Aufbleiben und Cola trinken."

Carsten Freitag war selber schon als Kind dabei mit seinem Vater Heinz. Für ihn sei das Besondere der Zusammenhalt in den Kolpingsfamilien und die Gemeinschaft. Seit zwei Jahren macht er das Zeltlager gemeinsam mit seinem zehnjährigen Sohn Moritz mit. "Filme drehen ist cool, da gibt es ganz viel zu lachen", sagte dieser.

Ein unterhaltsames Programm erwartete die Teilnehmer. Am Freitagabend fand neben der Film-Aktion noch eine Nachtwanderung statt. "Da konnten die Kinder mit ihren Taschenlampen die Gegend erkunden", erzählte Jens Wellen, der diesjährige Lagerleiter, der sich über die Unterstützung von Emma Hagedoorn, Pächterin des Klosters Graefenthal, freute. Wer wollte, konnte in einer Führung Geschichtliches und Wissenswertes über das Kloster erfahren. Am Samstag wurde ein spannendes Fußballturnier ausgetragen und Geo-Caching war im Angebot. Zuerst mussten die Koordinaten gefunden werden, dann galt es, an den Stationen verschiedene Aufgaben zu bewältigen wie einen Kettcar-Parcours, Teebeutelweitwurf oder Wasserbombenwerfen. Am Abend fand dann der Kino-Abend mit den selbst gedrehten Filmen und der festlichen "Kolpi-Verleihung" - vergleichbar mit der Oskar-Verleihung - für den besten Dreh statt. Und am Sonntag waren alle zu einem Lager-Gottesdienst in der Remise des Klosters eingeladen.

Rund 80 Prozent der Teilnehmer seien "Wiederholungstäter", aber es gebe auch immer wieder Neulinge, die gehört haben, wie toll das Zeltlager ist, sagte Wellen. Michael Claaßen war mit seinen Söhnen Timo, elf Jahre, und Tobias, 14 Jahre, dabei. "Es ist schön, dass man für seine Kinder drei Tage Zeit hat und vieles tun kann, auch mit den anderen zusammen", sagte er. "Es gibt viele alte, aber auch immer wieder neue Freundschaften." Jonas Baumann nahm bereits zum vierten Mal teil. "Ich mag am liebsten im Zelt schlafen, Fangen und Fußball spielen", meinte der Zwölfjährige. Joost Ziegler feierte am Freitag seinen 12. Geburtstag im Zeltlager. "Zuhause wird nachgefeiert", sagte er.

Quelle: RP
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