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Gruiten
Café im Dorf zeigt Schwarzlichtbilder

Gruiten: Café im Dorf zeigt Schwarzlichtbilder
Manche Details in den Bildern von Gregor Hellmann werden erst unter Schwarzlicht deutlich. FOTO: Staschik
Gruiten. Gregor Hellmann liebt Farben. Und so wird die Ausstellung "Lebe!" besonders bunt. Von Gundel Seibel

Das Café im Dorf an der Gruitener Pastor-Vömel-Straße 20 ist immer wieder gut für überraschende Ausstellungen. Clemens Hölter und seine Frau Gabriele pflegen ein beachtliches Netzwerk von Künstlern im bergischen Land. Jetzt wird wieder einmal ein Haaner Künstler vorgestellt. Gregor Hellmann zeigt moderne Malerei. Er sprüht, er spritzt, er malt. Vor allem aber liebt er Farbe. Viele Eindrücke und viele Emotionen bringt er aufs Papier, auf Holz, Leinwand oder Blech. "Wie die Werke wirken, ist eine andere Frage", sagt Clemens Hölter. Und Gregor Hellmann sagt zu seiner Arbeit: "Es macht hammermäßig viel Spaß". Wenn er dann eines seiner farbenfrohen Kunstwerke "Oranger Irrsinn" tituliert, dann mag der Betrachter das positiv empfinden. Die Ausstellung im Café im Dorf, die vom 6. Oktober bis 5. November zu sehen ist, trägt tatsächlich den positiven Titel "Lebe".

Diesen Titel trägt auch das Flammen-Bild an zentraler Stelle mitten im Café. Denn der Wunsch des Künstlers "Das Leben leben" ist seine zentrale Botschaft. Zu seinen einzelnen Werken hat Gregor Hellmann nämlich eine Menge zu erzählen. Nicht sofort erschließt sich dem Betrachter der Sinn jedes Bildes. So gibt er zuweilen seine Botschaften nur mit einer Schwarzlichtbeleuchtung preis. Ein Bild zum Beispiel, das bei Sonnenlicht lediglich ein Spiel mit Farben zeigt, offenbart mit Schwarzlicht-Beleuchtung die wenig einladende Schrift "Fuck you". Er habe das Bild gemalt, sagt Hellmann, als es ihm irgendwann morgens gar nicht gut ging und er sich und das Leben einfach nur blöd fand. Auf jeden Fall sei das Arbeiten mit Farben und unterschiedlichen Techniken für ihn wichtig, eine Therapie quasi. Die Frage, ob er denn schon einmal eine Hauswand mit Graffiti-Kunst gesprüht habe, verneinte Hellmann. Die Graffiti-Kunst sei eine besondere Herausforderung. Die Anfrage hat er abgelehnt.

Jetzt will Gregor Hellmann erst einmal mit unendlich vielen neuen Stiften malen. "Die Stifte habe ich schon, die Bilder kommen noch", sagt er. Ein Selbstportrait, das nicht sehr ernst zu nehmen ist, hat er schon einmal gemalt. Und zwar zeigt er G.H. wie er sich gerne hätte, nämlich mit üppigem Haarwuchs. "Außerdem würde ich mich manchmal gerne so bunt anziehen wie auf dem Selbstportrait," sagt der Künstler. Aber sich trauen sei eine andere Sache. Auch in Haaner Geschäften ist die Kunst von Gregor Hellmann anlässlich des gegenwärtig stattfindenden Kunstherbstes zu sehen. Die Vernissagte im Café im Dorf beginnt am heutigen Freitag 6. Oktober um 19 Uhr.

Quelle: RP
 
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