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Gruiten
Infoabende erhellen Fragen zum Lichtpfad

Gruiten: Infoabende erhellen Fragen zum Lichtpfad
Acht Laternen-Modelle leuchten auf dem Gruitener Lichtpfad am Technologiepark. In den nächsten Jahren werden viele Straßenlaternen in der Stadt Haan erneuert. Bürger können mitentscheiden bei der Modellfrage. FOTO: Olaf Staschik
Gruiten. Stadtwerke, RWE und Stadt hatten auf den Lichtpfad am Technologiepark eingeladen. Die Abstimmung läuft noch bis zum 29. Februar. Von Shabir Saaed

"Die Beleuchtung sieht aus wie auf einem Fußballplatz", sagte eine Besucherin über die letzte Straßenleuchte am LED-Lichtpfad entlang der Millrather Straße, gegenüber der Einmündung Lindenweg. Bei stürmischem Wetter waren am Montagabend knapp 40 Bürger am Technologiepark vor Ort, um Bürgermeisterin Dr. Bettina Warnecke, Stadtwerke-Geschäftsführer Stefan Chemelli, Straßenbeleuchtungsbeauftragte Helga Frehoff und Westnetz-Lichtplaner Thomas Stöcker ihre Anregungen zum Baukonzept mitzuteilen.

Um im wahrsten Sinne des Wortes "Licht ins Dunkel zu bringen", erklärte zunächst Stöcker die fachliche Komplexität rund um das Thema LED. Anhand einer grellblauen Leuchte verdeutlichte er, dass in dieser Form zwar die höchste Effizienz erreicht sei, aber erst durch einen Phosphorfilter, der über die Beleuchtung gelegt wird, das Licht für das Auge angenehm gedämmt wird. Allerdings sinke dadurch auch die Effizienz, so Stöcker.

Nachdem über die unterschiedlichen Formen der Leuchtgehäuse oder die räumlichen Gegebenheiten rege diskutiert wurde, gab es beim Abgehen des Lichtpfades die Besonderheiten der einzelnen acht Beleuchtungsmodellen zu begutachten. Am Ende der Veranstaltung konnten alle Teilnehmer in einem Fragebogen ihre Meinung zur LED-Straßenbeleuchtung und ihre Modell-Favoriten äußern. Die Meinungen werden zusammen mit den erst 20 eingegangen Rückmeldungen bei der Stadt berücksichtigt .

Für Waltraud (74) und Günter Cammans (76) schnitt das Modell "Eco StreetLine Park" vom Hersteller Hella am besten ab. Zwar blende diese etwas stark, allerdings lasse sich auf Nachfrage die Stärke bei diesem Typ runterfahren. Als Architekt gefalle Günter Cammans das Design dieser Laterne gut. Allerdings kritisierte er die große Preisspanne der Leuchten, die zwischen 250 und 750 Euro pro Stück liegt. Aufgrund der geringen Blendwirkung und einer ausreichenden Helligkeit haben sich Renate Wübbenhorst (73), Marlis Rudersdorf (79), Arnold Leister (70) und Wolfgang Stötzner (70) vom Gruitener Bürger- und Verkehrsverein für die "Oberlichtlaterne" von Trilux ausgesprochen. Sie bedauerten aber, dass die Informationsschilder viel zu hoch an denMasten hingen und im Dunkeln nicht mehr lesbar seien.

Auch eine alltagsnähere Platzierung des Lichtpfades - etwa in Gruiten-Dorf - hätten sich die Bürger gewünscht. Ganz andere Modelle präferierte Arnulf Schmitz. Von der Ausleuchtung her gefiel dem 78-Jährigen die Schréder-Leuchte "Calla", von der Optik her empfand er die "Pilzleuchte" von TRILUX am schönsten. Wenn es aber nur nach Schmitz ginge, fiele seine Wahl auf die Gaslaternen Düsseldorfs.

Quelle: RP
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