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Haan
Jugendcafé - geht der Idee die Puste aus?

Haan: Jugendcafé - geht der Idee die Puste aus?
Viele Haaner schauten 2010 im Jugendhaus Spiele der Fußball-WM. Die AG Jugend sammelte in der Zwischenzeit das Geld für eine Sky-Fernsehanlage, die im Jugendhaus installiert wurde. FOTO: Olaf Staschik (Archiv)
Haan. Junge Menschen in Haan wünschen sich einen Treffpunkt. Doch die Vorbereitungen sind ins Stocken geraten. Von Alexandra Rüttgen

Das Jugendparlament der Stadt Haan trifft sich zum nächsten Mal am Montag, 23. Mai, bei einer öffentlichen Sitzung. Auf der Tagesordnung stehen unter anderem die Besprechung von Gefahrenstellen auf Schulwegen, die konkrete Planung von Müllsammel-Aktionen und die Verschönerung der im Stadtbild wenig ansehnlichen, grauen Telekom-Kästen. Doch auch das von den Jugendlichen schon seit langem gewünschte Jugendcafé wird sicherlich erneut diskutiert. Denn das Projekt ist ins Stocken geraten.

Immer wieder hat die Haaner Jugend, auch über das Jugendparlament, den Wunsch nach mehr Aufenthaltsmöglichkeiten in Haan geäußert. Daraufhin hat sich die AG Jugend des Arbeitskreises Soziale Stadt Haan des Themas angenommen und sich um die Rahmenbedingungen gekümmert. Grundgedanke war es, ein Café von Jugendlichen für Jugendliche in Haan zu installieren. "Es gibt ja schon das Jugendhaus oder den CVJM, aber dort geht nicht jeder hin", weiß AG-Mitglied Annette Braun-Kohl. Eine Umfrage in den weiterführenden Schulen in Haan zeigte den klaren Wunsch nach einem Jugendcafé auf: Von 528 befragten Schülern sind 507 sind für die Einrichtung eines Cafés. 210 konnten sich der Befragung zufolge vorstellen, auch im Café zu helfen. Offenbar ein großer Unterstützerkreis.

Doch bis zur Realisierung ist es ein weiter Schritt. Info-Material über das Jugendcafé, das sich am Beispiel des Jugendcafés in Monheim ausrichtete, sollte laut Beschluss des Jugendparlaments an Schulleitungen und Schülervertretungen geschickt werden. "Das wurde aber leider nicht von allen weiterführenden Schulen eingehalten. Einige SV-Vertreter kamen nicht, wie zugesagt, zu den Treffen", berichtet Meike Lukat, ebenfalls Mitglied der AG Jugend. Auch Annette Braun-Kohl bedauert: "Wir müssten Jugendliche haben, die den nächsten Schritt gehen. Ansonsten können wir den Gedanken aufgeben." Das wäre bedauerlich, "haben wir doch schon einiges an Vorleistungen erbracht".

Daher haben die Mitglieder der AG Jugend nun beschlossen, "dass nur wenn sich genügend Jugendliche finden, das Projekt unterstützt wird", so Lukat. Gefordert ist, dass sich die jungen Menschen nicht nur aktiv an der Planung beteiligen, sondern auch später im Jugendcafé mitarbeiten.

Ein Treffen soll Klarheit bringen. Die Arbeitsgemeinschaft lädt alle Jugendlichen für Freitag, 20. Mai, 18.30 Uhr, in den Rockin' Rooster Club ein. "An diesem Abend kann bei ausreichendem Interesse ein Projektvorstand aus Jugendlichen gebildet werden", so Lukat. Sollte an dem Abend klar werden, dass sich nicht genügend aktive Jugendliche finden, dann werde es von der AG Jugend nicht weiter verfolgt.

Termine Treff mit der AG Jugend Freitag, 20. Mai, 18.30 Uhr, Rockin' Rooster-Club, Dieselstraße 5. Sitzung des Jugendparlaments, Montag, 23. Mai, 18.45 Uhr, Sitzungssaal des Rathauses, Kaiserstraße 85.

Quelle: RP
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