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Hilden/Benrath
Anlage reinigt Grundwasser bei Schloss Benrath

Hilden/Benrath. Das Grundwasser zwischen Hilden und Düsseldorf-Benrath ist über rund drei Kilometer großflächig mit chlorierten Kohlenwasserstoffen (LCKW) verunreinigt. Leichtflüchtigen chlorierten Kohlenwasserstoffen wurden in der Industrie früher häufig für die Entfettung von Metallteilen eingesetzt. Am Montag wurde eine Reinigungsanlage mit Aktivkohlefiltern im Schlosspark Benrath in Betrieb genommen.

Das ist die vierte Stufe zur Sanierung der Gesamtverunreinigung, erläuterte Umweltdezernentin Helga Stulgies. Bereits seit 2010 sind drei Anlagen auf Hildener und Düsseldorfer Stadtgebiet in Betrieb. Sie haben inzwischen zu einer deutlichen Verringerung der Grundwasserverunreinigung geführt. Seit Beginn der Sanierung wurde 22,3 Millionen Kubikmeter Grundwasser gefördert und 3,4 Tonnen CKW aus dem Grundwasser entfernt. Wie lange sie noch gebraucht werden, ist noch offen. Haupteintragsstelle ist das Grundstück einer Entfettungsanlage, die in Hilden betrieben wurde. Daneben belastet PFT das Grundwasser zwischen Hilden und Benrath. Perfluorierte Tenside (PFT) sind synthetisch hergestellte organische Stoffe, die in der Natur nicht vorkommen. Sie sind giftig, nicht abbaubar und stehen im Verdacht, krebserregend zu sein. Weder die Quelle noch das Ausmaß stehen bislang fest. Klarheit soll ein Gutachten bringen, das auch aufzeigt, wie die Gefahr beseitigt werden kann. Es soll bis zum Jahresende vorliegen. Von den Kosten übernimmt das Land 24.000 Euro, 6000 Euro der Kreis Mettmann.

(cis)
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