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Postskriptum Die Woche In Unserer Stadt
Der Abschied fällt schwer

Hilden. Scheinbar widersprüchliche Nachrichten hat die Woche Hilden gebracht. Da war die von den Schulgebäuden, in deren Instandhaltung weniger Geld gesteckt werden soll: Verständlich angesichts der Haushaltslage und des guten Zustands der Schulen. Dann kamen die Zuschüsse und Zuwendungen an die Sportvereine. Sie werden gezahlt, neue Umkleiden für 1,6 Millionen Euro am Weidenweg meint Hilden sich auch leisten zu können. Über den geplanten Kreisverkehr muss nicht noch einmal geschrieben, wohl aber in den Parteien noch mal gesprochen werden.

Gestern nun noch dies: Die Stadt hat die leeren Firmengebäude an der Herderstraße gekauft, der Kaufpreis ist noch geheim. Öffentlich ist, dass der Umbau des ehemaligen Linde-Geländes zu einer Flüchtlingsunterkunft zwei Millionen Euro kosten wird. Dieses Geld steht noch nicht im Haushaltentwurf, sondern käme noch obendrauf. Das Defizit erhöht sich also auf 11 Millionen Euro - und das, obwohl Politik und Verwaltung sich gegenseitig zu eisernem Sparen aufgefordert haben und weiter auffordern.

Der Abschied von lieb gewonnenen Standards, von Geschenken an die eigene Klientel fällt so schwer, dass er nicht ohne weiteres gelingt. Das ist problematisch. Was ebenfalls immer wieder ohne Ergebnis diskutiert wird, ist die Möglichkeit, innerhalb der Verwaltung zu sparen, vielleicht durch Umschichtung und Verlagerung von Arbeit. Das soll im öffentlichen Dienst unmöglich sein?

goekcen.stenzel@rheinische-post.de

Quelle: RP
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