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Hilden
Ehepaar will eigenen Kaffee in Hilden rösten

Hilden: Ehepaar will eigenen Kaffee in Hilden rösten
Nur handverlesene Bohnen sollen bald in dieser Maschine geröstet werden. So wollen Nicole und Jörg Plümacher die Kaffeequalität garantieren. FOTO: Olaf Staschik
Hilden. Die Bohnen sind da, die neue Röstmaschine ebenso. Was noch fehlt, ist die Genehmigung vom Zoll, in ein bis zwei Wochen soll sie kommen. Und dann kann losgeröstet werden in der neuen "Röstzeit" an der Mittelstraße in Hilden. Von Tanja Karrasch

Sie ist Café, Kaffeerösterei und Ladenlokal in einem. Seit vergangenem Samstag wird dort auch bereits Milchkaffee, Cappuccino und Latte Macchiato ausgeschenkt. Die Betreiber Nicole und Jörg Plümacher haben seit sieben Jahren bereits einen Röstzeit-Standort in Düsseldorf. Auch dort wird selbst geröstet, aktuell für das Hildener Lokal mit. "Das wird sich aber ganz schnell ändern, schließlich ist es die Rösterei, die uns von anderen Cafés unterscheidet", erklärt Nicole Plümacher.

Der Röstvorgang dauert bei Jörg Plümacher zwanzig Minuten. So wird die im Kaffee enthaltene Fruchtsäure, die bei manchen Kaffeetrinkern zu Magenbeschwerden führt, abgebaut, erklärt er. Zum Vergleich: In der Industrie sind zwei bis drei Minuten üblich. Nur handverlesene Bohnen schaffen es außerdem in die neue Röstmaschine, die das Ehepaar für 30.000 Euro angeschafft hat. "Das war natürlich eine große Investition, dafür müssen wir erstmal ein paar Jahre lang Kaffee verkaufen", erklärt Nicole Plümacher. Trotzdem hatten sich beide eine zweite Filiale schon länger gewünscht und waren in Düsseldorf nicht fündig geworden. Vom Hildener Standort sind die Plümachers überzeugt. Die gute Lage, das helle Lokal mit einer Empore und eine sehr nette Vermieterin hätten dafür gesprochen. Ein siebenköpfiges Team bestehend aus Studenten und auch Hausfrauen wird nun an der Kaffeemaschine angelernt. Morgens steht Nicole Plümacher hinter dem Tresen und zaubert Milchschaum und Kaffeespezialitäten. Gegen Mittag kommt dann ihr Mann, täglich bringt er sechs Kuchen mit, die er am Morgen frisch gebacken hat. Die Rezepte stammen von seiner Mutter.

Sirup oder ähnliches kommt den Plümachers übrigens nicht in die Tasse, und auch nicht in den To-Go-Becher. "Dafür ist der Kaffee einfach zu hochwertig, da würde jedem Röster das Herz bluten", erklärt Nicole Plümacher. Die verschiedenen Kaffeesorten können übrigens vor Ort probiert und bei Gefallen für die heimische Kaffeemaschine gekauft werden.

Quelle: RP
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