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Hilden
Jacobushof - das Gerüst kommt jetzt weg

Hilden: Jacobushof - das Gerüst kommt jetzt weg
Die Firma Evohaus errichtet für rund 21 Millionen Euro 70 Energiegewinn-Eigentumswohnungen im Jacobushof. FOTO: Staschik, Olaf
Hilden. Hildens größte Baustelle wird langsam fertig. Ende des Jahres sollen die ersten Eigentümer einziehen. Von Christoph Schmidt

Am Jacobushof an der Hochdahler Straße haben Arbeiter begonnen, das Außengerüst abzubauen. Jetzt wird deutlich, wie der Ersatzbau für den alten Reichshof aussehen wird. Die Meinung der Hildener ist geteilt. "Die glatte Fassade zur Hochdahler Straße hin wirkt wie eine Kaserne", finden Erika und Ernst de Clerque: "Wir hätten es lieber etwas aufgelockerter."

"Mich stört das Gebäude nicht", sagt Sofia Smolyanskaya: "Zum Wohnen wäre es mir allerdings zu laut." Nadine Sdunek (23) wartet an der Haltestelle auf ihren Bus. "Schade, früher konnte man hier in der Sonne stehen. Die kommt jetzt nicht mehr durch." Peter Schnatenberg findet den Neubau ganz gelungen: "Man konnte den Platz nicht offen lassen. Und Hilden verträgt an dieser Stelle keine kleinen Häuschen." Klaus-Dietrich Kahl gefällt der Jacobushof sogar "sehr gut - weil die Fassade aufgegliedert ist".

Ganz ähnlich kontrovers hatten schon zuvor schon die Politiker im Stadtrat diskutiert. "Das Gebäude wird kein Highlight", war sich Markus Hanten von der Bürgeraktion sicher. "An die Farbe wird man sich gewöhnen. Die tollste Lösung ist das nicht." "Wenn das Gebäude steht, wird es fürchterliche Aufregung geben", sagte Jürgen Scholz (SPD) voraus: "Und sich später wieder legen." Claudia Schlottmann (CDU) war sich dagegen sicher: "Wir haben eine gute Lösung gefunden." Die Stadtverordneten hatten sich ausbedungen, dass sie die Farben für die Fassade auswählen. Investor Evohaus hatte drei Farben (Eierschalenweiß, Grau und warmes Graubraun) vorgeschlagen. Sie orientieren sich am Pfarrhaus, an St. Jacobus und am neuen Pfarrzentrum, erläuterte Geschäftsführer Heinz Werner Hanen: "Die Farben rhythmisieren die Fassade und unterstreichen die Haus-in-Haus-Architektur." Ende des Monats werden 33 der 70 Eigentumswohnungen verkauft sein, berichtet Werner Horn von Corpus Sireo: "Wir sind mit der Nachfrage zufrieden."

Während die Meinung über die Fassade des Jacobushofes geteilt ist, stößt das Pfarrzentrum für St. Jacobus auf Zustimmung. "Sehr gelungen", findet Klaus-Dietrich Kahl: "Auch weil der Grundriss einer Muschel nachempfunden ist (Zeichen des Namenspatrons der Gemeinde)." Ende des Jahres werden die ersten Eigentümer/Bewohner in den Jacobushof einziehen können, versichert Hanen. Dann ist auch das Pfarrzentrum für St. Jacobus fertig - allerdings nur äußerlich. "Nutzbar wird es frühestens ab Oktober 2016 sein", erläutert Peter Stuhlträger, Vorsitzender des Bauausschusses der Pfarrei.

Vor der St.-Jacobus-Kirche legt Evohaus im Auftrag der Stadt einen neuen Platz an. Er wird etwa 15 bis 20 Zentimeter tiefer liegen als heute und sich am Niveau der Hochdahler Straße orientieren. Der neue Platz kostet 130.000 Euro. Die Stadt hat beim Land einen Zuschuss von 65.000 Euro beantragt. Gibt es keine Fördermittel, übernimmt die Kommune die Baukosten, ist im Vertrag mit Evohaus geregelt. Auf der anderen Straßenseite (Mittelstraße 17) lässt die Drogerie-Kette Müller Hertie sanieren.

Quelle: RP
 
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