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Hilden/Haan
Jungen heißen Elias, Mädchen Sophie

Hilden/Haan. In den Statistiken der lokalen Standesämter macht sich der demografische Wandel bemerkbar. Von Isabella Plutta

Alte Namen sind wieder - oder weiterhin - im Trend: "Sind es Mädchen, heißen sie mit hoher Wahrscheinlichkeit Sophie (13) aber auch Marie (11) und Mila (8) sind sehr beliebt. Das sind die Top 3 der beliebtesten Vornamen für Töchter", berichtet Stadtsprecherin Henrike Loer. Mila ist damit übrigens ein Newcomer. Söhne heißen vorzugsweise Elias (9) oder aber Jonas (9) oder Maximilian (8). Elias sprang dabei in der Hitparade der Vornamen von Null auf Platz 1, Maximilian hingegen ist einfach ein Dauerbrenner.

Zum Vergleich: Die Namen Sophie und Marie führen auch die Rangliste des vergangenen Jahres in Langenfeld an. Auf Platz drei steht dort aber der Name Luisa. Bei Jungennamen haben die Langenfelder andere Favoriten. Da heißt es nicht Jonas oder Maximilian und schon gar nicht Elias. Paul, Alexander und Ben stehen an der Spitze. Interessant: Hildener gehen damit den bundesweiten Namentrends so gar nicht mit. Mia und Ben haben es in der Itterstadt jedenfalls nicht unter die Top drei geschafft, sie führen aber die deutsche Hitliste an. Am schöneren Ende des Standesamtes beschäftigt man sich viel mit den Farben Babyrosa und Babyblau. Allerdings ist das seit vielen Jahren nur noch in Hilden der Fall, da Haan keine Geburtsklinik mehr hat. Haanerinnen kommen deshalb meistens in der Hildener Klinik nieder, weshalb die Zahlen nicht vergleichbar sind. "Haaner Kinder werden heute überwiegend außerhalb geboren, weil es seit 2004 keine Geburtshilfe mehr im örtlichen Krankenhaus gibt. In Haan gibt es nur noch Hausgeburten", bedauert der Leiter des Standesamts, Michael Hauke. In 2015 gab es derer nur zwei, im Vorjahr waren es noch fünf, 2013 gab es gar keine. 159 Kinder von Haaner Eltern wurden in Krankenhäusern außerhalb geboren, tauchen also in der Statistik des Standesamtes nicht, wohl aber in den Zahlen des Meldeamtes auf. Dafür sind die Zahlen in Hilden umso höher. Im Vorjahr verzeichnete das Standesamt stolze 511 Neugeborene und damit mehr als in den Vorjahren (2014: 460, 2013: 434).

Die Zahl der Todesfälle übersteigt allerdings in beiden Städten die der Geburten deutlich, die Region macht beim demografischen Wandel hin zu immer mehr älteren Menschen keine Ausnahme. Das Standesamt verzeichnete 2015 in Hilden 538 Todesfälle (im Vorjahr: 501, 2013: 562). In Haan starben 427 (im Vorjahr: 361, 2013: 382) Menschen.

Während die Zahl der Geburten gestiegen ist, sinkt die Zahl der Eheschließungen. Trotzdem sind es in Hilden noch 188 (2014: 206) Paare, die sich das Ja-Wort gegeben haben. In Haan waren es 114 (2014: 141). Auch gleichgeschlechtliche Paare schlossen den Bund fürs Leben: "In Hilden wurden 2015 sechs (2014: vier) gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaften geschlossen", teilt Loer mit. In Haan waren es in beiden Jahren zwei Paare weniger. In der Gartenstadt wurde eine im Ausland geschlossene Ehe nachträglich beurkundet.

In diesem Jahr steht der 29. Februar wieder als Schalttag im Kalender, er ist ein Montag. Offenbar gibt es in Hilden und Haan keine Paare, die sich mit einem Hochzeitstag, der nur alle vier Jahre gefeiert werden kann, zufriedengeben. In Hilden wurde dafür aber schon eine Hochzeit für den 1. Juni angemeldet - "1.6.16" vergisst man auch nicht so leicht.

Quelle: RP
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