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Hilden
Leserforum: "Strafgebühren sind viel zu gering"

Hilden. Das Thema DNA-Test für Hundekot beschäftigt nicht nur Hildener Leser auch weiterhin.

Stefanie Helikum, Hilden, ist "unbedingt für mehr Sauberkeit in unserer Stadt, das betrifft aber jegliche Art von Verschmutzung und Dreck. Angefangen bei Zigarettenkippen, Tempotüchern, Verpackungen von Pizza, Pommes & Co., Flaschen und Grillabfällen in Grünanlagen sowie natürlich auch Hundekot auf Gehwegen und Vorgärten usw." Das alles sind große Ärgernisse. Aber ist da der DNA Test für Hundehaufen hilfreich ? Wer soll diese Kontrollen durchführen und mit welchem Aufwand und Kosten ist das verbunden ? Die Ordnungsbehörden kommen ja so schon nicht hinterher, die bestehenden Regeln und Gesetze zu überprüfen und vor allem auch konsequent zu ahnden."

Regina Jagla, Haan, ist "der Meinung, wie anscheinend viele andere auch, dass die Strafgebühren für liegengelassene Hundehaufen viel zu gering sind und dass man den DNA-Test durch aus einführen sollte und der Halter des Hundes die Kosten tragen sollte.

Wir gehen oft mit einem Hund spazieren und wenn der ein Häufchen macht, wird das jedes mal weg genommen. Und wir ärgern uns massiv über alle liegen gelassenen Tretminen, die da herum liegen. Es sind leider nicht wenige . . . Wenn das in anderen Ländern schon ein Erfolgsmodell ist, warum kann es nicht auch bei uns eingeführt werden? Vielleicht kann man ja im gleichen Zug auch darüber nachdenken, wie man allgemeine ,Müllentsorgung in die Natur' reduzieren kann zum Beispiel mit speziellen Aktionstagen an Schulen oder ähnlichem. Die Stadt Hilden hat ja schon Dreck-Weg-Tage, in Haan ist das ja leider noch nicht Thema, bzw. nur die WLH thematisiert das bisher, was schade ist..."

Gaby Mehler: "Auch ich ärgere mich immer wieder über nicht eingesammelte Hundehaufen von rücksichtslosen Hundebesitzern. Es sollte doch selbstverständlich sein, dass man diese Hinterlassenschaften mit Kotbeuteln aufhebt und anschließend im Mülleimer entsorgt und nicht mitsamt Beutel irgendwo in der Natur wegwirft, was ich auch schon beobachtet habe. Aber genau so ärgere ich mich über Reiter, deren Pferde während des Ausritts ihre Pferdeäpfel fallenlassen. Ich habe noch nie einen Reiter erlebt, der dann vom Pferd steigt, um diese bedeutend größere Sauerei wieder einzusammeln. Zum Beispiel auf den Wanderwegen in der Grube 7 wird ein Spaziergang dann zum reinsten Hindernislauf. Tipp: Immer einige Tüten an die Hundeleine knoten, dann hat man nie Entsorgungsprobleme.

Christine Born-Frühwirth: "Der wahre Hintergrund hinter dem leidigen Hundekot-Thema ist doch in erster Linie der mangelnde Respekt einiger weniger Mitbürger. Zur Lösung des Problems gibt es unzählige positive Beispiele, wie eine Stadt dafür sorgen kann, dass ihre Bürger sich an Regeln halten. Wie etwa in Wien. Leider geht das oft nicht ohne die Androhung von Strafen.

Also, was hält unseren Rat davon ab, endlich am Beispiel Hundekot ein Exempel zu statuieren und ein Bußgeld einzuführen? Und, Herr Rainer Skroblies, (Leiter des Ordnungsamtes, Anm. der Red.) wieso sollten 40 oder 38 Euro nicht genug sein? Es geht in erster Linie um eine eindeutige Willensbezeugung seitens der Verantwortlichen bei der Stadt.

Falls das nicht reichen sollte, bin ich persönlich gerne bereit, Zeit und Geld zu investieren für den Aufbau einer DNA- bzw. DNS-Datenbank für Hunde in Haan. Dann könnte überdies die Chipperei der armen Viecher entfallen, und es wäre eine Möglichkeit gegeben, bei der Stadt nicht angemeldete Hunde zu ermitteln.

Tanteprusseliese schreibt im Online-Forum: "Ich bin selber Hundehalterin und finde den DNA-Test und hohe Geldstrafen vollkommen in Ordnung. Mein Hund ist inzwischen sechs Jahre und ich habe noch nicht einen seiner Haufen liegengelassen. Ich habe immer Tüten dabei und für mich ist es eine Selbstverständlichkeit, die Hinterlassenschaften aufzuheben und zu entsorgen. Ich habe es mir auch zur Regel gemacht, andere Hundehalter anzusprechen, wenn ich sie dabei beobachte, wie sie einfach weitergehen. Ich bleibe immer höflich und sachlich. Was da teilweise an Kommentaren zurückkommt, ist unglaublich. Dieses Verhalten fällt leider auf alle Hundehalter zurück. Meiner Meinung nach müsste viel stärker kontrolliert werden. Und hohe Strafen finde ich durchaus legitim. Wenn der DNA-Test dazu führen würde, dass unsere Straßen, Gehwege und Kinderspielplätze frei von Hundehaufen wären, bin ich sofort dafür! Außerdem: wer sich korrekt verhält, hat doch nichts zu befürchten oder?

Quelle: RP
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