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Hilden
Politik steuert auf Ersatzkonzepte zu

Hilden: Politik steuert auf Ersatzkonzepte zu
Zwischen Stadtpark (l.) und Fußgängerzone (r.) brodelt der Verkehr. Der Übergang soll so umgestaltet werden, das beide näher aneinander rücken. FOTO: Staschik
Hilden. Die Verwaltung bittet auch die Bürger bis 20. November um Vorschläge, wie es mit Innenstadt-Konzept weitergehen soll. Von Christoph Schmidt

Der Stadtrat hat beschlossen, das 7,5-Millionen-Euro-Innenstadtkonzept zu verschlanken. Die Ziele müssen jedoch erreicht werden - mit Ersatzprojekten. Sonst gibt es keinen 50-Prozent-Zuschuss vom Land. Überdies drängt die Zeit. "Die Förderung läuft bis 2019", betont Bürgermeisterin Birgit Alkenings: "Das ist - vorsichtig ausgedrückt - ambitioniert." Im Stadtentwicklungsausschuss haben die Fraktionen jetzt ihre Vorschläge für Ersatzprojekte auf den Tisch gelegt.

Die SPD möchte den Überweg am Gressard-Platz zum Stadtpark verbessern, ein Wegweise-System für Ortsfremde installieren und den Vorplatz des Rathaus-Centers entrümpeln, erläuterte Kevin Buchner.

Auch die CDU will den Übergang zwischen Fußgängerzone (Mittelstraße) und Fritz-Gressard-Platz neu gestalten. Besonderes Augenmerk soll auf die optische Einheit gelegt und auch der Vorplatz der Stadthalle berücksichtigt werden, so Claudia Schlottmann. Zudem soll der Vorplatz des Rathaus-Centers "attraktiv neu gestaltet werden". Für die Fußgängerunterführung Nové-Mesto-Platz wünscht sich die CDU ein Lichtkonzept ähnlich wie das am Hildener Bahnhof. Der Übergang von Kronengarten/Heiligenstraße/Warringtonplatz sollte umgestaltet und aufgewertet werden.

Auch die Bürgeraktion Hilden hat sich diesen Übergang ausgeguckt. Die Kosten sollen aber 770.000 Euro nicht übersteigen, erläuterte Markus Hanten. Das ist die Summe, die ein Ausstieg aus dem Innenstadt-Konzept gekostet hätte: "Wir möchten lieber weniger Projekte, die sollen aber vernünftig umgesetzt werden." Auch die Grünen möchten den Übergang Mittelstraße-Stadtpark verbessern, erläutert Susanne Vogel. Die Rad- und Fußwege von den Bahnhöfen in die Innenstadt wollen die Grünen optimieren - aber ohne eine neue Itterbrücke, wie von den Planern vorgeschlagen. "Vielleicht lässt sich da auch schon etwas mit besseren Markierungen machen", hofft Vogel. Auch die Bürger sind gefragt. Die Verwaltung bittet bis zum 20. November um Anregungen und Vorschläge.

"Die Anlieger wissen am besten, wo es hakt und was ihnen in der Innenstadt fehlt", findet Bürgermeisterin Birgit Alkenings. Sie ist sich sicher: "Manchmal haben schon kleine, bauliche Veränderungen eine große Wirkung." Voraussetzung: Die Vorschläge müssen die Erreichbarkeit der Innenstadt, die Gestaltung, die Aufenthaltsqualität und die Immobilienentwicklung verbessern. Wer eine Idee hat, kann diese formlos per E-Mail (amt61@hilden.de), per Brief (Planungs- und Vermessungsamt, Am Rathaus 1, 40721 Hilden) oder auf der städtischen Facebook-Seite (facebook.com/stadtportal.hilden) per Nachricht oder Kommentar unter dem entsprechenden Post einreichen. Anschließend prüft die Verwaltung, ob die Vorschläge sich umsetzen lassen und von Land und Bund gefördert werden. Das Ergebnis berät der Stadtentwicklungsausschuss am 7. Dezember. Die Politik wählt aus, welche Projekte die Stadt mit der Bezirksregierung Düsseldorf abstimmt. Über das Ergebnis der Gespräche berichtet die Verwaltung am 1. Februar 2017 im Fachausschuss. Er wählt die Projekte aus, die im Februar/März in einer "Stadtkonferenz" den Bürgern vorgestellt und mit ihnen diskutiert werden sollen, erläutert Baudezernentin Rita Hoff.

Quelle: RP
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