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Hilden
Rat will Kreisverkehr statt Ampel

Hilden. Die Ampelanlage an der Kreuzung Gerresheimer Straße/Kosenberg/Grünewald fällt regelmäßig aus - besonders, wenn es kalt wird. Die Technik ist mehr als 30 Jahre alt. "Wir können eine Entscheidung nicht weiter verschieben", betont Tiefbauamtsleiter Harald Mittmann. Deshalb war jetzt die Politik gefragt. Neue Ampel statt Kreisverkehr, schlug die Verwaltung vor - aus Kostengründen. Eine neue Ampel kostet rund 100.000 Euro, ein Kreisverkehr 630.

000 Euro. Alle Ratsfraktionen sprachen sich im Stadtentwicklungsausschuss aber für einen Kreisverkehr aus. "Aus städtebaulichen Gründen", so Rudolf Joseph (FDP): "Durch Hilden zu fahren ist eine Quälerei. Deshalb soll die Ampel weg." Die Kreuzung sei das Entree in die Stadt, "der erste Eindruck, den Besucher bekommen", meinte Claudia Schlottmann (CDU): Eine Ampel sei zwar günstiger, ein Kreisverkehr aber schöner. Und Raser bremse er auch.

Das sahen die Allianz für Hilden und die Grünen auch so. Ein Kreisverkehr sei "städtebaulich schöner", meinte Susanne Vogel: "Wenn eine breite Mehrheit ihn will, tragen wir das mit." Das wiederholte auch Jürgen Scholz (SPD): Die von der Verwaltung genannten Zahlen seien "für ihn nicht vergleichbar". Ein Kreisverkehr bringe auf jeden Fall Entlastung. Das hätten die guten Erfahrungen mit dem "Aldi-Ei" gezeigt. Auch die Bürgeraktion, die sich zunächst als einzige Fraktion für den Verwaltungsvorschlag ausgesprochen hatte, änderte ihre Meinung.

"Wir sind nicht gegen einen Kreisverkehr an sich", erläuterte Markus Hanten. Für die Ampel habe man sich nur aus "finanziellen Gründen" ausgesprochen. Wenn alle andere Fraktionen einen Kreisverkehr wollten, stimme dem auch die Bürgeraktion zu.

(cis)
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