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Hilden
Rathaus besetzt wichtige Stellen neu

Hilden. SPD will den Nachfolger von Reinhard Gatzke, Dezernent für Schule, Jugend, Sport und Soziales vorschlagen. Von Christoph Schmidt

In der Stadtverwaltung müssen auf Sicht eine ganze Reihe von Schaltstellen und wichtigen Funktionen neu besetzt werden. Die RP gibt einen Überblick. Andreas Trapp, Leiter des Bauverwaltungs- und Bauaufsichtsamtes und in Personalunion auch Sachgebietsleiter Bauaufsicht, hört gemeinsam mit seinem Stellvertreter Arnold Hoff, Sachgebietsleiter Bauverwaltung, auf. Hoff (64) geht in den vorgezogenen Ruhestand.

Trapp (60) hat gekündigt. Beide scheiden zum 31. Juli aus. Bauaufsicht und Bauverwaltung sind Schlüsselressorts. Das zeigen einige Zahlen. Im vergangenen Jahr wurden 3000 Beratungsgespräche geführt und 479 Bescheide erteilt, 296 Bauten besichtigt, überwacht und abgenommen. In 14 Fällen wurde das Bauamt verklagt. Es gab 206 ordnungshördliche Verfahren. "Meine Mitarbeiter stoßen schon ziemlich an ihre Grenzen", sagt Trapp.

Alle drei Stellen (die Amtsleitung und die beiden Sachgebietsleitungen) sollen intern besetzt werden, bestätigt Personaldezernent Norbert Danscheidt. Die Amtsleitung soll eine Frau übernehmen. Die Ausschreibung für die Sachgebietsleitung Bauaufsicht laufe noch. Nachfolger für Hoff wird Daniel Beier, derzeit stellvertretender Ordnungsamtsleiter. Seine Aufgabe übernimmt eine Kollegin, die bisher im Jugendamt arbeitet.

Torsten Urbschat war bauleitender Architekt im städtischen Gebäudemanagement. Er wechselte zum 31. Januar in die Privatwirtschaft, die deutlich besser zahlt als der öffentliche Dienst. "Er war einer unserer besten Leute", sagt Amtsleiter Ralf Scheib. Erst im zweiten Anlauf konnte ein Nachfolger gefunden werden, berichtet Danscheidt: "Das war ganz schön schwierig." Auch in der Verwaltungsspitze wird es Veränderungen geben.

Die Wahlzeit von Reinhard Gatzke (63), Beigeordneter für Schule, Jugend, Sport, Soziales und Integration, endet am 31. Dezember. Der Dezernent geht in den Ruhestand. Die SPD-Fraktion hat beantragt, die Stelle zum 1. Januar 2017 zu besetzen und für die Ausschreibung 10.000 Euro bereitzustellen. Darüber berät der Stadtrat am Mittwoch. Gatzke ist parteilos, wurde auf Vorschlag der FDP gewählt. Beigeordneter Norbert Danscheidt gehört der CDU an, Baudezernentin Rita Hoff ist parteilos.

Geht es nach dem Parteienproporz, wird vermutlich die SPD Anspruch auf ein Vorschlagsrecht erheben. Darauf weist auch der SPD-Antrag hin. Er verschafft der größten Ratsfraktion die nötige Zeit, um sich nach einem geeigneten Kandidaten umzuschauen. Bürgermeisterin Birgit Alkenings (SPD) schlägt am Mittwoch ihren Stellvertreter Dezernent Norbert Danscheidt (CDU) zur Wiederwahl vor. Seine zweite achtjährige Amtszeit endet Ende im Juli 2016.

Der 59-Jährige wird erneut für acht Jahre gewählt, würde aber nach sechs Jahren mit Erreichen des Rentenalters in den Ruhestand gehen. Danscheidt ist seit 15 Jahren in Hilden, zuständig für Innere Verwaltung, Sicherheit und Ordnung und seit elf Jahren auch für die Wirtschaftsförderung. 2008 wählte ihn der Rat einstimmig für eine zweite Amtszeit wieder, 2009 wurde er zum Ersten Beigeordneten, Stellvertreter des Bürgermeisters, bestellt.

Danscheidt gilt über alle Parteigrenzen hinweg als sehr kompetent, führungsstark und umgänglich. Er habe entscheidend dazu beigetragen, die Hildener Verwaltung zu verschlanken, ohne den Service für die Bürger zu beeinträchtigen, so Alkenings.

Quelle: RP
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