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Plan der Rheinbahn
Das sagen Hildener zu rauchfreien Haltestellen

Rheinbahn: Rauchfreie Haltestellen - das sagen Wartende aus Hilden
Sabrina, die selbst bis vor drei Wochen geraucht hat: "Es ist schon unangenehm, wenn neben mir jemand raucht." FOTO: Ralph Matzerath
Hilden. Hildener Fahrgäste sind über den Plan der Rheinbahn geteilter Meinung: Einige sind dafür, andere fordern Wartehäuschen für Raucher. Von Ilka Platzek

Raucher haben es nicht leicht: "Rauche nur dort, wo es keinen anderen stört!", heißt es neuerdings auf Schildern, die die Rheinbahn neben den Fahrplänen anbringt. Die Hoffnung ist, dass sich Raucher künftig beim Zigarettenkonsum neben die Wartehäuschen stellen, um andere Fahrgäste nicht mit dem Qualm zu belästigen - oder ganz auf die Zigarette verzichten.

 
Als in der Rheinbahn geraucht und getrunken wurde FOTO: Rheinbahn

Der Hintergrund: Immer wieder hätten Kunden gefragt, ob man gegen Rauchen im Wartehäuschen etwas tun könne, berichtet Rheinbahn-Unternehmenssprecher Eckhard Lander. Gerade, wenn es bei Regen unter dem Dach eng wird, qualmen viele andere Wartende unfreiwillig mit. Auf Anregung des Düsseldorfer SPD-Verkehrspolitikers Martin Volkenrath im Aufsichtsrat werden nun die Schilder angebracht. Sie setzen auf Einsicht bei den Rauchern, denn verbieten kann man ihnen die Zigarette nicht. Haltestellen gelten nämlich nach dem Nichtraucherschutzgesetz nicht als geschlossene Räume.

Rheinbahn für rauchfreie Wartehäuschen

In Hilden gibt es bisher keine Appelle an den Haltestellen. Im Busbahnhof Gabelung fiel die Reaktion der Wartenden unterschiedlich aus: Jessica (15) sagt von sich, sie nehme auf Nichtraucher Rücksicht und Katherina (16) beteuert: "Ich gehe ein paar Schritte weiter." Jaqueline (16) raucht gerne unterm schützenden Dach, lässt es aber, "wenn es voll ist oder da kleine Kinder in der Nähe sind".

Sabrina (31) hat bis vor drei Wochen selbst geraucht und findet den Vorstoß der Rheinbahn gut: "Es ist schon unangenehm, wenn neben mir jemand raucht", hat sie festgestellt. Früher, gibt sie zu, habe sie sich selbst gelegentlich im Wartehäuschen eine Zigarette angesteckt, "aber nie vor Kindern". Isabelle (18), Raucherin, findet: "Der Ton macht die Musik. Wenn mich jemand höflich bittet, mache ich die Zigarette aus. Wenn die gleich meckern, dann nicht." Dennis (22) nimmt keine Rücksicht, "wenn jemand später dazu kommt. Der muss sich ja nicht neben mich stellen." Käme ein Rauchverbot, fände er es fair, wenn es zwei Wartehäuschen gäbe: eines für Raucher, eines für Nichtraucher. Elvira (38) raucht selbst nicht und sagt voller Inbrunst: "Das fände ich gut, wenn neben mir nicht mehr geraucht werden würde. Gerade Jugendliche, die in Gruppen auftreten, machen noch nicht einmal dann die Zigarette aus, wenn man sie darum bittet." Auch Günther (55) fände ein Verbot gut. "Ich rauche zwar selbst, kann mich aber beherrschen und beim Warten auf den Bus gut auf die Zigarette verzichten."

Quelle: RP
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