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Hilden
Sorgen um Spenden für den Kinderschutzbund

Hilden. Nach 15 Jahren hat Christa Cholewinski ihre ehrenamtliche Arbeit in der Selbsthilfegruppe für verwaiste Eltern krebskranker Kinder beendet. "Ich wollte diese Aufgabe zu einem guten Abschluss bringen. 15 Jahre Gruppenarbeit mit trauernden Eltern, waren auch für mich sehr anstrengend und emotional belastend", sagt die Vorsitzende des Elternschutzbundes.

Alle verwaisten Eltern, die bis zum Ende November dieses Jahres ihre Beratungsgruppe "Sternschnuppenkinder" besuchten, seien schon im Januar informiert worden und hätten bereits seit Frühjahr 2015 eine eigene Selbsthilfe-Gruppe gegründet. Seit 2001 hat Cholewinski 50 Elternteile durchschnittlich drei Jahre hindurch begleitet. In dieser Zeit waren 30 Kinder im Alter bis 20 Jahren, die an Krebs verstarben, zu betrauern. Die Angehörigen mussten Probleme der Geschwisterkinder oder Arbeitsunfähigkeit wegen Depressionen verarbeiten.

Cholewinski beschreitet neue Wege, will ihre ehrenamtliche Tätigkeit erweitern. "In Zukunft biete ich Eltern, deren Kind in einer Palliativphase oder bereits verstorben ist, zwei bis drei Einzelgespräche an, um zu schauen, wo es Hilfen, besonders für Geschwisterkinder gibt." Waren es vorher ausschließlich Eltern krebskranker Kinder, so will die ausgebildete Beraterin jetzt auch den Angehörigen von schwerstbehinderten Kindern, etwa bei Herzerkrankungen oder nach Unfällen, beistehen. Zur Abschlussfeier für ihre "alte" Betreuungsgruppe kamen 32 Elternteile. "Es war schön zu sehen, wie vielen es inzwischen wieder besser geht." Große Sorge bereitet der Vorsitzenden des Kinderschutzbundes hingegen das aktuelle Spenden-Aufkommen. Der Kinderschutzbund in Hilden finanziert sich zu 60 Prozent daraus. Rund 25.000 Euro müssten so jährlich zusammenkommen. "Wir sind aktuell aber erst bei 12.000 Euro."

(chm)
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