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Kita-Projekt
Kinder werden zu Dompteuren und Seiltänzern

Hilden. Der Turnraum der Johanniter-Kindertagesstätte Hilden hat sich in eine Zirkusmanege verwandelt, und Eltern und Geschwisterkinder warteten gespannt, was sie erwarten würde. Da erklang Zirkusmusik, und Raubtiere und Pferde mit ihren Dompteuren, Artistinnen, Clowns sowie sogar ein Elefant marschierten ein und begrüßten ihre Zuschauer. Die staunten anschließend über beeindruckende, gefährliche und lustige Programmpunkte: In der Jonglagenummer zeigten die Kinder ihr Können, und Seiltänzerinnen im rosa Trikot mit Schirmchen balancierten nicht nur vorwärts, sondern auch rückwärts über eine umgedrehte Turnbank.

Die Raubtierdompteuse ließ ihre Löwen, Geparden und Tiger durch Tunnel krabbeln und durch feurig dekorierte Reifen springen. Artistinnen balancierten Teller auf Kopf und Händen, und Pferdchen sprangen fröhlich über ihre Hürden. Bei der Clownnummer wurde auch das Publikum involviert: Nachdem die Clowns ihren Elefanten mit viel Mühe und unter großem Gelächter eingefangen hatten, wurde nicht nur er, sondern auch einige Zuschauer gewaschen und abgeschrubbt.

Dann beeindruckten zwei Artistinnen, die frei auf zwei Leitern standen, mit ihrem Gefühl für Balance. Zum Abschluss waren alle eingeladen, beim Tellerdrehen mitzumachen, und so füllte sich die Manege schnell mit Eltern und Geschwisterkindern, die sich bei diesem Zirkuskunststück versuchen wollten. Dieses Zirkusprojekt der blauen Gruppe entstand auf Wunsch der Kinder. Partizipation ist ein wichtiger Grundsatz in der Johanniter-Kindertagesstätte, und daher wird regelmäßig mit den Kindern besprochen, welche Themen sie interessieren.

"So kam eine Zirkusaufführung aufs Programm, und mit dem Mobilen Mitmachzirkus Zirkus Hilden konnten wir das Projekt umsetzen", erklärt Isabel Espinosa, Leiterin der Gruppe. Etwa vier Wochen haben sich die Kinder im Alter von zwei bis sechs Jahren mit dem Zirkus beschäftigt. Gemeinsam wurde überlegt, was zum Zirkus dazugehört, wie der Alltag im Zirkus aussieht und welche Programmpunkte die Kinder selbst aufführen wollten.

Es wurden Eintrittskarten und Verkleidungen gebastelt und schließlich zwei Tage intensiv geprobt, bevor die Aufführung stattfand. "Die Kinder haben ganz toll mitgemacht und dem Tag der Aufführung richtig entgegengefiebert", erzählt Anja Blioumis, Erzieherin in der blauen Gruppe. "So eine Präsentation vor Publikum gibt den Kindern einen richtigen Schub fürs Selbstbewusstsein."

Quelle: RP
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