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Hilden
Tägliche Kontrollen am Elbsee

Hilden: Tägliche Kontrollen am Elbsee
Solveig Somnitz und Christian Janßen bei ihrem Rundgang am Elbsee. Hier fanden sie die Reste eines Lagerfeuers, die jedoch deutlich weniger geworden sind. FOTO: Anja Tinter
Hilden. Der Ordnungsdienst der Stadt Düsseldorf und das Hildener Ordnungsamt verzeichnen deutlich weniger Parties und Falschparker. Zäune und Benjeshecken schützen die Natur. Von Uli Schmidt

Achtzehn Grad und Regenschauer. Es herrscht nicht gerade ideales Sommerwetter und so sind an diesem Vormittag nur wenige Spaziergänger mit und ohne Hund unterwegs. Solveig Somnitz und ihr Kollege Christian Janßen vom Ordnungsamt der Stadt Düsseldorf fahren trotzdem Streife rund um den Elbsee.

"Die Mitarbeiter des Ordnungs- und Service-Dienst (OSD) sind 365 Tage im Jahr im Dienst. Von sieben Uhr bis in die Nacht", erklärt Solveig Somnitz und erwähnt auch, dass 50 von insgesamt 160 Kollegen für den Elbsee zuständig sind.

Weniger Protest als erwartet

Überhaupt lässt die sportliche Gruppenleiterin keinen Zweifel daran, dass neben der allgemeinen Verfügung der unteren Landschaftsbehörde im letzten Jahr besonders die inzwischen täglichen Kontrollgänge der Natur am Elbsee gut getan haben.

Man erinnere sich: Picknicks mit offenen Feuerstellen am Ufer, Müllhaufen auf der Landzunge, nächtliche Parties mit Betrunkenen und zugeparkte Straßen hatten im Vorjahres-Sommer für viel Aufregung gesorgt. "Das hat sich seit der Umwandlung des Ufers in ein Naturschutzgebiet enorm gebessert", meint die sympathische Verwaltungsangestellte.

Hohe Metall-Zäune und sogenannte Benjes-Hecken aus Baumstämmen und Stöcken verhindern jetzt das Eindringen von Menschen an das See-Ufer. Nur das Spazierengehen auf ausgewiesenen Wegen ist weiter erlaubt.

Hunde müssen angeleint werden. "Wir haben anfangs gefürchtet, es gäbe mehr Widerstand gegen die neuen Einschränkungen", bestätigt auch Christian Janßen, ist aber wie seine Kollegin positiv überrascht, "dass sich offenbar viele Menschen daran halten."

Wenn die Ordnungshüter, schon äußerlich zu erkennen an blauer Uniform mit Stadtwappen und weinrotem Barett, auftauchen, sind sie verpflichtet, Seebesucher, die sich nicht korrekt verhalten, anzusprechen und zu belehren. Nur auf dem kurzen Uferstreifen zwischen Landzunge und dem Kanuverein, der als ausgewiesenes "Landschaftsschutzgebiet" übrig blieb, ist weiterhin Picknicken (ohne Grillen) und Sonnenbaden erlaubt. Hunde dürfen hier ohne Leine laufen.

Schwimmen ist verboten

Schwimmen allerdings ist auch hier verboten. "Das ist manchmal besonders für Menschen, die schon jahrelang hierher zum Baden kamen, schwer zu verstehen." Und kostet bei Verstoß 20 Euro, die die städtischen Kontrolleure direkt kassieren dürfen.

Bei größeren Vergehen schreiben sie einen Bericht an die untere Landschaftsbehörde, die dann per Post eine Ordnungswidrigkeit (samt Geldstrafe) anmahnt. "Wenn es schlimm kommt, rufen wir Polizei oder Feuerwehr. Das kann je nach Größe des Einsatzes teuer kommen." Nachts, warnt Somnitz, seien die See-Leute vom Ordnungsamt übrigens auch aktiv.

 

Quelle: RP
 
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