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Hilden
Zerstörungswut verursacht hohe Kosten

Hilden: Zerstörungswut verursacht hohe Kosten
Inhaber Dirk Schröder schaut sich den Schaden an. Die Sicherheitsscheibe ist zwar zersplittert, hat aber der Stein-Attacke standgehalten. FOTO: Olaf Staschik
Hilden. In der Nacht zu gestern wurden Scheiben eines Eiscafés und an der Fabry-Schule eingeschlagen. Von Christoph Schmidt

Dirk Schröder, Inhaber des Cafés "Eisbär" an der Gerresheimer Straße 227, kann es immer noch nicht fassen. Bereits zum zweiten Mal binnen drei Wochen haben Einbrecher eine Schaufensterscheibe seiner Eisdiele zerstört. "Es war ein Steinwurf", bestätigt Nicole Rehmann, Sprecherin der Kreispolizei: "Anwohner haben Dienstag gegen 1.25 Uhr einen lauten Knall gehört und einen Mann weglaufen sehen." Vor etwa drei Wochen schlugen Unbekannte gegen 4 Uhr morgens mit zwei Ziegelsteinen die Schaufensterscheibe ein. "Durch den Riesenkrach ist ein Nachbar wach geworden", erzählt Schröder: "Er hat zwei Typen gesehen und mit einem Baseballschläger verfolgt. Sie sind im leider entwischt." Deshalb ließ Schröder eine Sicherheitsscheibe einbauen. Kostenpunkt: 2500 Euro. "Vor drei Tagen wurde sie geliefert - und jetzt ist sie schon wieder kaputt." Das Sicherheitsglas hat ähnlich wie Autowindschutzscheiben eine eingebaute Folie. Deshalb konnten die Einbrecher nicht in das Eiscafé eindringen. Der Inhaber hat jetzt eine Nachricht angebracht: "Wir haben weder die Tagesumsätze noch das Wechselgeld über Nacht in der Eisdiele. Also Null Geld! Solltet ihr unser leckeres Eis klauen wollen und ihr kein Geld habt, meldet euch doch bei uns während der Öffnungszeiten. Wir spendieren euch eins. Ihr nervt."

In derselben Nacht wurde die Scheibe eines Notausgangs der Fabry-Schule im Holterhöfchen eingeschlagen, berichtet die Polizei. Gestohlen wurde nichts. Einbrecher versuchen überall einzudringen, so die Erfahrung von Kriminalhauptkommissar Rainer Herbrand. Er berät in der Präventionsstelle der Kreispolizei in Hilden kostenfrei, wie man sich vor Einbrechern schützt: "Sicherheitsglas ist einbruchshemmend und deshalb eine Möglichkeit." Mit Beginn der dunklen Jahreszeit steige leider auch wieder die Zahl der Wohnungseinbrüche. Herbrand und seine Kollegen haben aktuell noch Beratungstermine frei (Telefon 02104 982-7575).

Quelle: RP
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