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Hückelhoven
Freudensprünge zum Phoenix-Jubiläum

Hückelhoven. Die Wohngruppe Phoenix hat Geburtstag gefeiert: Vor zehn Jahren war sie der erste "Ableger" der Jugendhilfe Schloss Dilborn im Kreis Heinsberg.

Grund zum Feiern hatten die Bewohner und Mitarbeiter der Wohngruppe Phoenix in Kleingladbach: Bereits seit zehn Jahren ist hier die Gruppe beheimatet, die zu Schloss Dilborn - Die Jugendhilfe der Katharina Kasper ViaNobis GmbH gehört. "Damals waren wir im Kreis Heinsberg die erste Gruppe von Schloss Dilborn", erinnert sich Nicole Hollender, Mitarbeiterin der ersten Stunde.

Heute leben neun Jungen im Alter von 13 bis 16 Jahren in der Gruppe, in der die Anbindung an die Nachbarschaft, das Dorf- und Vereinsleben fester Bestandteil im Alltag sind. So spielen einige der Jugendlichen Fußball im Verein, gehen zum Taekwando und besuchten in der Vergangenheit auch schon einmal das Football-Training der Heinsberg Bisons.

Als Gäste zum Jubiläum waren nicht nur die Eltern und Verwandten der Jungen eingeladen, sondern auch alle Nachbarn der Wohngruppe. Diese erschienen nahezu vollzählig und brachten zahlreiche Geschenke mit. Weiterhin waren die Rektoren und stellvertretenden Rektoren der Hückelhovener Schulen, die die Jungen besuchen, Jugendliche aus befreundeten Wohngruppen sowie die Familien der Mitarbeiter, der Bereichsleiter Sven Werny und Einrichtungsleiter Guido Royé nach Kleingladbach gekommen.

"Die Gruppe Phoenix hat im vergangenen Jahrzehnt eine enorme Entwicklung durchlaufen", blickte Royé zurück. "Das Haus und das gesamte Grundstück wurden durch viel Arbeit in Eigeninitiative und auch mit Unterstützung von Institutionen wie der Nato wohnlich und attraktiv gestaltet. So haben unsere Mitarbeiter beispielsweise den Parkplatz gepflastert, die Vorgärten bepflanzt, den Garten begrünt, das Gewächshaus gebaut, eine Feuerstelle angelegt, ein Stelzenhaus gebaut und vieles mehr. Hierfür gilt ihnen allen mein ausdrücklicher Dank."

Auch im Haus sei einiges passiert: Zimmer wurden gestrichen, ein Spielzimmer, ein Box- und ein Werkraum wurden angelegt, das Wohnzimmer gestaltet. Im Jahr 2011 habe dann die tiergestützte Pädagogik ihren Weg in die Wohngruppe gefunden. "Auf ihren Therapiehund, den Dalmatiner Lee, sind unsere Jungen ganz besonders stolz", erzählte Gruppenleiter Markus Kietzmann. Klar, dass der Vierbeiner bei der Geburtstagsfeier nicht fehlen durfte.

Aus dem Leben in der Gruppe berichtete Kietzmann den Gästen: "Der klar strukturierte und ritualisierte Tages- und Wochenablauf sowie regelmäßige Gruppengespräche bieten unseren jugendlichen Bewohnern Sicherheit, Raum und Zeit für Verständnis, Wertschätzung, Toleranz und Klärung. In wöchentlich stattfindenden Reflexionsgesprächen in der Gruppe üben sich die Jugendlichen darin, sich in der Eigen- und Fremdwahrnehmung ehrlich, akzeptierend und wertschätzend zu äußern und dies als ein Hilfsmittel der persönlichen Weiterentwicklung anzunehmen." Die Beteiligung der Jugendlichen an Planungen und Durchführungen von Gruppenaktivitäten, Gestaltung und Pflege von Gruppen und Privaträumen und der Außenanlage sei im Alltag fest verankert. Auch Projektarbeit, zum Beispiel zu Themen wie Natur, Musik oder Bootsbau, gehörten genauso dazu wie Erlebnispädagogik oder auch individuelle Freizeitgestaltung.

"Bei allen Angeboten unserer Gesamteinrichtung ist es uns wichtig, dass die Kinder und Jugendlichen am Gemeindeleben teilhaben. Deshalb pflegen wir unsere Kontakte vor Ort jeweils sorgfältig - so auch hier, in Hückelhoven", sagte Royé. "Beispiele hierfür sind Besuche von ortsansässigen Altenheimen, unsere Kooperation mit der Nato und die Teilnahme der Jugendlichen und Mitarbeiter am Hückelhovener Weihnachtsmarkt oder dem Pfarrfest. So können wir auch den Spendentopf unserer Gruppe ein wenig füllen, was für uns sehr wichtig ist." Denn ohne externe Unterstützung und Spenden seien Sonderanschaffungen nicht möglich.

Quelle: RP
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