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Hückelhoven
Rekorde bei der Mineralienbörse

Hückelhoven: Rekorde bei der Mineralienbörse
Mineralien als Familiensache - schon kleine Besucher begeisterten sich bei der Ausstellung der Mineralienfreunde für die glänzenden Steine. FOTO: Jürgen Laaser
Hückelhoven. Rund 2000 Besucher kamen zum Jahreshöhepunkt der Mineralien- und Bergbaufreunde Hückelhoven. Seltene und besonders schöne Mineralien aus der ganzen Welt waren zu bestaunen. Von Philipp Schaffranek

Die Suche nach Mineralien ist anstrengend und langwierig. Zuerst braucht es eine Genehmigung, um Zutritt zu einem Steinbruch zu bekommen. Mit dem passenden Werkzeug ausgerüstet, darunter schwere Hämmer, Brechstangen und Meißeln, geht es dann los. "Dann wird richtig geschuftet", sagt Matthias Schmitz. Der Vorsitzende der Mineralien- und Bergbaufreunde beschäftigt sich schon von Kind an mit Mineralien. Ein bisschen Erfahrungswert ist dann noch hilfreich, um die kostbaren Mineralien zu entdecken.

Geschliffen landen die Mineralien auf den Händlertheken. Ganze 185 laufende Meter Mineralien gab es bei der 20. Mineralien- und Bergbaubörse in der Hückelhovener Mehrzweckhalle zu entdecken. "Die diesjährige Börse ist ein absoluter Rekord an Ausstellungsfläche", sagt Franz Janke, stellvertretender Vorsitzender des Vereins der Mineralien- und Bergbaufreunde und Organisator der Börse. Aus der ganzen Welt kamen die Mineralien, die zu bestaunen und kaufen waren. Teilweise waren die Mineralien auch zu Schmuck verarbeitet.

Auch Franz Janke hat eine besondere Beziehung zu den Mineralien. An seinem eigenen Stand gab es versteinertes Holz, große Amethysten, Quarze mit schwarzen Turmalineinschlüssen, Amethystscheiben und Quarze mit eingewachsenen Rutilnadeln. Nicht fehlen durfte eine ganze Auswahl an Heilsteinen. Schließlich wird den verschiedenen Edelsteinen die heilende Wirkung bei unterschiedlichen Krankheiten zugesprochen.

Früher, als Franz Janke noch in der Zeche Sophia-Jacoba arbeitete, da entdeckte er sein Interesse an den Mineralien. Wenn bei der Arbeit etwas aufblitzte, dann war er es, der weitergrub und die Mineralien frei grub, erzählt er. "Irgendwann brauchte ich dann eine Sammelgenehmigung", sagt Janke. Denn nur damit konnte er mit den Mineralien am Pförtner vorbei. Auch in Hückelhoven gab es die unterschiedlichsten Mineralien zu finden: Rauchquarz, Millerite und Kalzite.

"Es gibt noch einige Steinbrüche, in denen Steine gesammelt werden können", sagt Matthias Schmitz. Aber vor allem in den nahe gelegenen Steinbrüchen in der Eifel würde es immer schwieriger, eine Genehmigung zu bekommen. Weil manche Leute sich daneben benähmen und die Besitzer Mineraliensammlern so den Zugang verweigerten, sagte Schmitz.

Ein weiterer Hingucker auf der Börse waren die Bernsteine von Oliver Gebhard aus Gevelsberg. "Ich bin der einzige Händler in Deutschland, der regelmäßig mexikanischen Bernstein anbietet", sagt der Händler, der fast jedes Wochenende auf Mineralienbörsen ausstellt. Das besondere an mexikanischem Bernstein ist, dass er aus Laubbaumharz besteht und eine grünliche Färbung besitzt. Woher diese grünliche Färbung kommt, ist bis heute nicht erforscht.

Die Börse in Hückelhoven erfreut sich großer Beliebtheit. Laut Franz Janke hätten gerne noch viele weitere Händler in Hückelhoven ausgestellt. Und auch der Besucherandrang war groß. Janke schätzte, dass rund 2000 Besucher diesmal der Einladung gefolgt waren.

Quelle: RP
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