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Hückelhoven
Spielzeug gegen Tristesse in Notunterkunft

Hückelhoven: Spielzeug gegen Tristesse in Notunterkunft
Die SV der Gesamtschule in Ratheim hatte eine Spendenaktion für Flüchtlingskinder initiiert. Begleitet wurde sie dabei von Eleonore Pudda (hinten l., SV-Lehrerin), Benjamin Forg (hinten, 2.v.l, SV-Lehrer) und Schulleiter Georg Schiefelbein (r.). FOTO: Laaser, Jürgen (jl)
Hückelhoven. Die Schülervertretung der Leonardo da Vinci Gesamtschule in Ratheim hatte eine Spendenaktion ins Leben gerufen: Sie sammelte gutes und neues Spielzeug für Flüchtlingskinder. Die gepackten Kartons wurden der Hückelhovener Tafel übergeben.

Die Flüchtlingskrise ließ die Schüler nicht unberührt. Sie wollten nicht einfach bei einer Notlage zusehen, sondern konkret helfen. Ziel war es, den Kindern und Jugendlichen in den Notunterkünften zu helfen, die triste Zeit etwas zu erleichtern und ihnen Ablenkungsmöglichkeiten von den zum Teil schlimmen Erfahrungen ihrer Flucht zu bieten. SV-Mitglied Janne Krüger (Klasse 8B): "Die Kinder haben ihre Heimat verloren und wissen nicht, wie es weitergeht. Wir wollen ihnen mit dieser Aktion etwas Hoffnung vermitteln, denn sie können nichts für das, was in ihrem Zuhause passiert."

So rief die SV, unterstützt von Ulrike Edel, der didaktischen Leitung der Schule, und den SV-Lehrern Eleonore Pudda und Benjamin Forg sowie Schulsozialarbeiter Florian Stoelk, eine Spendenaktion ins Leben. Jede Klasse sammelte fleißig Spielzeug, Bastelmaterialien und Sportutensilien für Flüchtlingskinder. Viele Schüler trennten sich von eigenem Spielzeug, setzten teils ihr Taschengeld ein oder bekamen Unterstützung von ihren Eltern und Geschwistern. Verpackt wurde alles in Spendenboxen, die alle Kinder der jeweiligen Klassen bunt bemalten und die oft Grüße und aufmunternde Botschaften an ihre Altersgenossen enthielten. "Ich habe meinen Handabdruck bunt ausgeschnitten und Willkommensgrüße in mehreren Sprachen auf die einzelnen Finger geschrieben", erklärte John (7d) stolz seine Deko-Idee.

Die Aktion bot Gelegenheit, die Situation in den Herkunftsländern der Flüchtlinge in der Schule zu thematisieren. Einige der Jungen und Mädchen haben in der eigenen Familie Flüchtlingserfahrungen, weil ihre Eltern als Kinder nach Deutschland geflohen waren. Auch sie wissen, dass auf Dauer nicht die materielle Hilfe das Wichtigste ist, sondern dass Möglichkeiten der Integration und Achtung voreinander die Grundlage bilden, voneinander zu lernen und auch in der neuen Heimat glücklich zu werden.

Schließlich wurden die Spenden der Flüchtlingshilfe der Hückelhovener Tafel überreicht, die sie an die bedürftigen Kinder in den Notunterkünften verteilt.

(gala)
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