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Hückeswagen
45 Jahre Abwasserreinigung in der Kläranlage - Tag der offenen Tür

Hückeswagen. Seit mittlerweile 45 Jahren reinigt der Wupperverband in seiner Kläranlage an der Wuppervorsperre das Abwasser aus Hückeswagen und Wipperfürth. Aus diesem Anlass lädt der Verband für kommenden Samstag, 26. September, 10 bis 13 Uhr, zu einem Blick hinter die Kulissen ein. Die Touren sind auch für Familien mit Kindern ab fünf Jahren geeignet. Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Treffpunkt ist das Eingangstor zur Kläranlage am Corneliusweg 4 in Hückeswagen. Von Joachim Rüttgen

"Dort nehmen die Mitarbeiter des Wupperverbandes die Besucher in Empfang und führen sie über die Anlage", berichtet Pressesprecherin Susanne Fischer. Parkmöglichkeiten gibt es am Sportplatz Schnabelsmühle und am Wanderparkplatz Wuppervorsperre.

Die Mitarbeiter der Kläranlage stellen die verschiedenen Reinigungsstufen vor - von der mechanischen Reinigung mit Rechen und Sandfang bis hin zur biologischen Reinigung des Abwassers durch Mikroorganismen. In der biologischen Reinigungsstufe werden die im Abwasser gelösten Stoffe - Stickstoff, Phosphor, Kohlenstoff - entfernt. Reste von Phosphor werden in der anschließenden Flockungsfiltration herausgefiltert.

Zu hohe Konzentrationen dieser Nährstoffe können in Flüssen und Bächen zu einem verstärkten Algenwachstum führen und Fische und Kleinlebewesen beeinträchtigen, heißt es in einer Pressemitteilung des Wupperverbandes. Daher sei die Entfernung der Nährstoffe aus dem Abwasser ein wichtiger Baustein im Gewässerschutz.

Seit Inbetriebnahme der Anlage 1970 wurde das Klärwerk nach Angaben von Susanne Fischer kontinuierlich auf den neuesten Stand gebracht. Ein umfangreicher Ausbau erfolgte von 1996 bis 2000.

Pro Sekunde kann die Kläranlage Hückeswagen maximal 516 Liter Abwasser aufnehmen. In einem Jahr reinigt der Wupperverband etwa sieben Millionen Kubikmeter Abwasser, das entspricht 40 Millionen Badewannen. Die Kläranlage ist außerdem ein Energieerzeuger. Mit einem Blockheizkraftwerk erzeugt der Wupperverband pro Jahr etwa 700.000 Kilowattstunden Strom aus Klärgas. Das entspricht dem Jahresverbrauch von etwa 160 Vier-Personen-Haushalten. Damit kann der Verband etwa 38 Prozent des Strombedarfs der Kläranlage decken. www.wupperverband.de

Sa. 26. September, 10 bis 13 Uhr, Treffpunkt: Eingangstor zur Kläranlage, Corneliusweg 4.

Quelle: RP
 
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